Re: Re: Wann spricht man von anfallsfrei?

Martin @, Friday, 17.08.2007, 22:18 (vor 6943 Tagen) @ Sascha

Hallo
ich bin seit 1999 anfallsfrei. Aber ich traue mich nicht meine Medikamente abzusetzen. Ich nehme immer noch Topamax (450 mg) und Zentropil (400 mg) ein. Sicherlich Medikamente können keine Dauerlösung sein kann man jetzt sagen, aber ich denke dass der Körper sich auf die Medikamente eingefahren hat und er schon ohne den Stoff nicht mehr auskommen kann.
Ein absetzen kann ich mehr ehrlich gesagt nicht vorstellen. Nicht nur weil ich einen Anfall privat fürchten würde sondern weil er beruflich mich total umwerfen würde. Aber letztenendes muss es jeder für sich selbst entscheiden. Gruß Martin

[zitat=Thomas]Hallo Sascha,

grundsätzlich sollte das mit dem Neuro besprochen werden, der entscheidet auch bei jedem einzeln. Und er muss den Medi-Ausstieg auch begleiten, denn das ist eine Sache, die allein schon durch den Entzug einen Anfall bewirken kann.

Aber um die Frage mal generell zu beantworten: Es heißt ab drei Jahre könne man gut an ein Ausschleichen denken.

Aber mein erster Neuro hat 5 Jahre gewartet, bevor wir es probiert haben, und oft wird auch schon früher ausgeschlichen. Der Neuro achtet dabei immer auf die Lebensumstände, und wenn Du sagst, das ist jetzt besser geworden... Fragt ihn doch einfach. Mehr als Nein könnt ihr Euch nicht einfangen.

Ach ja: Und eine wichtige Frage solltet Ihr Euch vorher stellen. Seid Ihr bereit, die Konsequenzen eines erneuten Anfalls (den Ihr ja riskiert beim Ausschleichen) zu tragen: z.B. Autofahrverbot?

Viele Grüße

Thomas

[zitat=Sascha]Meine Freundin(29) hat zwei Anfälle gehabt im Jahr 2006. Jetzt ist sie seit 14 Monaten anfallsfrei. Zu diesem Zeitpunkt stand sie sehr unter Stress. Kurz darauf hat das Leben wieder "normale" Bahnen angenommen.
Jetzt meine Frage:
Hat jemand Erfahrung, wie lang man anfallsfrei sein sollte, wenn die Medikamente runterfahren bzw. absetzen kann?

Danke für die Meinungen, Antworten bzw. Erfahrungen

MfG
[/zitat][/zitat]


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