Re: reaktion der angehörigen

Marion 44 @, Saturday, 06.10.2007, 01:55 (vor 6894 Tagen) @ tanja

[zitat=Marion44]Hallo Tanja,

dein Freund kann sich dazu nicht erklären. Erstens ist er nicht bei Bewußtsein und erlebt sich dabei ja nicht. Zweitens wird ihm ds hochpeinlich sein, wie den meisten, die von der Krankheit betroffen sind.

Wie wäre es, wenn du mal in eine Angehörigengruppe gingst. So etwas gibt es, wenn du nicht zu weit auf dem platten Land lebst.

Ich kann mir gut vorstellen, dass dir das Angst macht. Aber was ist mit einem Rollifahrer? Kann der dafür, dass ihm vielleicht irgendwer das Bein abgefahren oder abgeschossen hat?

Du musst dich mit anderen Angehörigen darüber austauschen oder einmal eine Gruppe von Betroffenen besuchen. Die gibt es in vielen Städten. Er kann doch nichts dafür und wird sicher selbst erst lernen müssen, damit umzugehen.

Beschimpfe in deiner Angst und Verzweiflung nicht die anderen hier. Ich verstehe deine Angst und Scham. Aber Achtung: Mit jeder neuen Situation kann man sich auseinandersetzen. Und dann kannst du entscheiden, wie du damit umgehen willst. Trennen wegen der Krankheit oder bleiben und ihn unterstützen. Und zudem muss er ja wohl erst noch richtig mit Medikamenten eingestellt werden und sein Leben danach ausrichten.

Grüße von
Marion[/zitat]


Ich nehme diese Antwort zurück, weil ich leider verstanden hatte, dass der Freund die Anfälle hat und nicht Tanja. Das mit der Auseinandersetzung mit der Krankheit gilt aber genauso für dich Tanja, da du doch noch nicht wirklich damit arrangierst hast.

Nochmal Grüße


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