Re: Re: Rolando Epilepsi

cokie @, Wednesday, 24.10.2007, 10:18 (vor 6876 Tagen) @ Heike Carle

Hallo

den Beitrag von NIK find ich total klasse!!! Bin selber Epileptiker und auch Epileptiker-Mama, wie ihr ja bestimmt schon in meinen vielen Beitrags-Romanen gelesen habt. Ich kann eure beiden Gedanken gut nachvollziehen. Ich kenn sowohl die Seite des überbesorgt versorgt werdens ( von meinem Ex-mann) als auch die des versuchens meine Kids nicht zu überbesorgt zu überwachen und es trotzdem zu tun.... das eine kann einem gewaltigen auf den Keks gehen und das andere ist kompliziert aber es funktioniert irgendwann. Ich hab dabei eins gelernt. wenn man sich zuviele Gedanken und Sorgen macht, macht man sich so fertig, dass man irgendwann gar nicht mehr richtig da sein kann wenn man wirklich gebraucht wird... und wenn man das dann merkt fängt man wieder an sich vorwürfe zu machen - ind dieser zeit voller Gedanken geht Zeit verloren die man sinnvoller hätte verbringen können. Zum Beispiel solange es die Kids wollen mit gemeinsamen Aktivitäten. Meine Jüngste bäckt zum Beispiel unheimlich gerne mit mir Kuchen, oder liest gerne mit mir Bücher. - Für mich war es auch nicht einfach ihre Diagnose "hinzunehmen". Sie bekommt auch Keppra. Vorher hatte sie oft von nächtlichen Anfällen blaue Flecken, weil sich sich im Bett geschlagen hat. Wir haben ihr jetzt ein riesiges Bett selbst gebaut - zusammen mit dem ruhigeren Schlaf durch Keppra genießt sie die Nächte in ihrem Zimmer wieder und ich versuche mit ihr das jetzt erreichte zu genießen, denn aus eigener Erfahrung weiß ich das wir einfach nicht wissen können was noch kommen kann. Deshalb bringt es nix sich verrückt zu machen und damit die Guten zeiten schon von vornherein mit zu viel Vorsicht oder Angst gar nicht erst zu zu lassen. Lieber Genießen und Kraft sammeln, dann lassen sich eventuelle Anfälle besser überstehen.
Alles Gute für Euch und liebe Grüße Cordula


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