Re: Keppra
Hallo Andreas und Veronika
erstmal ist es schon wahnsinnig bewundernswert was ihr beide bisher schon gemeinsam durchgestanden habt. Ihr habt meine Hochachtung dafür.
Zu der Geschichte mit der Leber. Ich selbst habe auch eine medikamententoxische Hepatitis. Auch wenn die Ärzte das Wort nicht gerne aussprechen oder hören... Mein Grund dafür war das Antiepilepsie Medikament Convulex Wirkstoff Valproinsäure oder auch als Valproat bekannt in vielen anderen Antiepileptika. Normalerweise kann es nur bei Kindern und nur in der Eindosierungsphase nen Leberschaden verursachen. Aber wir sind ja alle anders veranlagt. Ich hatte eben nach 17jähriger Einnahme einen Langzeitschaden. Jetzt nehme ich auch Keppra, allerdings in fester Form 3000mg und Topamax derzeit 125mg noch am hochdosieren.
Aber zur Lebergeschichte. Lasst euch am besten in eine Leberschwerpunktambulanz schicken. Das mit der Leberbiopsie ist kein schlechter Gedanke aber nicht gleich den Teufel an die Wand malen lassen! Nicht der GammaGT ist der ausschlaggebende Wert der hüpft schnell mal in die Höhe. Die ersten beiden Leberwerte GPT und GOT werden als "Pathologisch" bezeichnet von den Ärzten wenn sie bestimmte Grenzen (für jedes Alter und Geschlecht unterschiedlich)überschreiten. Das heißt dann da steckt ne ernsthafte Erkrankung da hinter. Mich haben sie auch lange in dem Glauben gelassen der hohe GammaGT wäre schon gefährlich - der war bei mir zeitweise bei um 500 gelegen. Erst als die Kuh sozusagen vom Eis war hieß es naja der GPT ist ja eigentlich der Wert der den Zerfall von Leberzellen anzeigt.... Das dein Mann keine Oberbauchbeschwerden hat wäre auch im Fall einer schlimmen Leberschädigung normal. Das ist ja das heimtückische an der Leber. Man spürt es erstmal nicht. Ich habe kange Zeit gar nix gemerkt. Erst als meine Blutwerte schon sehr schlecht waren hatte ich folgende Anzeichen, keine Lust was zu machen, ständige Müdigkeit, ständige leichte Übelkeit, bei manchen Speisen mehr Übelkeit, Hülsenfrüchte ging gar nicht. Druckschmerz im rechten Oberbauch und ich konnte mich nicht mehr auf die rechte Seite legen. Bei mir wurde auch eine Leberbiopsie gemacht, war keine große Sache. Eine starke Leberfettung wurde dabei festgestellt und so ein komisches Zellwachstum - hab den Namen schon wieder vergessen. Daraufhin mußte ich dann das Medi umstellen und alle anderen nicht unbedingt Lebensnotwendigen Medis weglassen. Zum Glück ist die Leber das einzige Organ in unserem Körper das sich wieder selbst regenenieren kann - wenn es noch nicht in der Zirrose ist. Das das bei mir festgestellt wurde was mehr oder weniger Zufall und ist jetzt 2 Jahre her. Seither stecke ich in der Mediumstellung und die ist weiß Gott nicht einfach. Laßt auch die Wechselwirkung aller Medikamente die Andreas nehmen muß in Betracht ziehen! Vielleicht ist ja gar nicht das Antiepileptika das "Böse" Manchmal reicht ein Tropfen um das Fass zum überlaufen zu bringen. Und dann macht sichs so ein Internist einfach indem er das Antiepileptika von der Liste streicht. Ist ja nicht sein Medi! Hört sich grad so an als ob sich die Fachrichtungen streiten - keiner will schuld dran sein. Ist bei mir übrigens auch so. Die Leberbiopsiefuzzis haben sofort geschrieen weg mit dem Antiepileptika die Epileptologen haben ganz klein in der unteren Ecke ihres Berichtes aufbegehrt also von unserem Valproat kann das mit der Leber eigentlich nicht sein - aber wir geben ihr trotzdem was anderes.... man man was für ein Theater!!!!!! Aber in jedem medizinischen Waschzettel kann man lesen was es verursachen kann. Also habe ich gegen eine Umstellung nicht aufgbegehrt sondern sie im Gegenteil so schnell wie möglich haben wollen. Und das war für mich richtig, denn seit August diesen Jahres sind mein GPT und GOT wieder im grünen Bereich nur der GammaGT dümmpelt noch im 3 - 4 fach höheren als normal aber das ist nicht so wild.
Im übrigen hat mir mein Hausarzt ein Medikament für meine Leber gegeben das heißt HepaMerz Granulat 6000. Das ist ein Granulat zum auflösen. Anfangs hab ichs alle 2 - 3 Tage genommen dann täglich als die Werte noch höher schossen. Das bekommt man leider nicht verschrieben. Nur wenn man bereits eine Zirrose hat und durch den Leberschaden eine Hirnschädigung - dann übernehmen es die Kassen! Das ist ein Witz. Aber Gesetz. Meiner Leberspezialist steht dem Medi auch eher zweifelhaft gegenüber. Er sagt es kann keinen Schaden anrichten aber er bezweifelt seine Wirkung. Nun ich muß sagen mir hat es geholfen und ich nehme es immer noch, auch wenn es ein teurer Spaß ist. Für eine HunderterPackung zahl man in der regulären Apotheke 250 Euro... in der Internetapotheke für das gleiche originale Produkt 180,- Euro. Ausserdem hatte mir mein Hausarzt zu Anfang Lactose verschrieben. Also Abführmittel. Sehr wichtig ist es die Leber so wenig wie möglich mit Giftstoffen zu belasten. Also lieber Dauerflitzen.
So nun hab ich euch ne ganze Menge geschrieben, von meinen Erfahrungen und hoffe ihr braucht den ganzen Käse nicht. Vielleicht war ja auch irgendwas anderes verantwortlich für den hohen GammaGT. Lasst euch auf keinen Fall zu schnell verückt machen und holt euch zweite Meinungen ein! Alles Gute und weiter ganz ganz viel Kraft und liebe Grüße Cordula
gesamter Thread:
- Keppra -
Andreas & Veronika,
17.11.2007, 18:25
- Re: Keppra - Brigitta, 17.11.2007, 19:11
- Re: Keppra - merryberry, 17.11.2007, 21:57
- Re: Keppra - Anne, 18.11.2007, 09:00
- Re: Re: Keppra - Andreas & Veronika, 18.11.2007, 17:59
- Re: Keppra - cokie, 19.11.2007, 12:07
- Re: Keppra - sandra, 29.10.2008, 21:35