Re: Re: Elepsie

Anne @, Sunday, 25.11.2007, 06:43 (vor 6844 Tagen) @ udo

[zitat=Anton][zitat=udo] Hallo Leute ich bin hier das erste mal und auch neu und habe auch elepsie und das seit 2002 in den letzten 8 Montaten hate ich öfter mal einen anfall und jetzt seit ich im juni arbeitslos bin ist für mich schwer arbeit zu finden da ich ja auch jetzt 40 jahere bin und wolte mal hier fragen wie es kann ich auser arbeitsamt noch wo anderst under stütüng bekommen von vater staat zum beispiel behinderausweis oder so und was muß machen wehre toll wenn mir da ein helfen könnte.[/zitat]

Hallo Udo,
seit nunmehr 5 Jahren bist Du an Epilepsie erkrankt. Darauf kann man sich heutzutage sehr gut einrichten, ungefähr so wie die an Zucker Erkrankten (Diabetiker) oder Leute, die an Asthma leiden.
Es gibt mittlerweile für Epilepsiekranke sehr gute Medikamente, die 3/4 der Kranken anfallsfrei machen. Man muß sie allerdings regelmäßig nehmen, auch wenn die Anfälle längere Zeit ausbleiben, man sollte solide leben, da Du mit Deinen 40 ja noch recht jung bist, und noch ab und zu richtig feiern möchtest, ist es wichtig, auf Alkohol möglichst ganz zu verzichten, Du solltest regelmäßig Schlaf haben, am Besten wäre es z. B., wenn Du selbst darauf achten würdest, wodurch Du Anfälle bekommst.
Wenn Du seit Juni 2007 arbeitslos bist, bekommst Du noch bis Mitte nächsten Jahres Arbeitslosengeld. Was sonstige Unterstützung angeht, sieht es gar nicht so gut aus, weil dir bis auf die Anfälle nichts fehlt. Ich persönlich bin der Meinung, dass ein Schwerbehindertenausweis gar nicht gut ist für dich, weil Du dann leider kaum noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hast. Bei der Vielzahl der Arbeitslosen würde ich an Deiner Stelle Folgendes machen.
a)Keinen Schwerbehindertenausweis beantragen, b) Selbst nach Arbeit suchen und alles annehmen, was dir angeboten wird, auch wenn es nicht Dein Traumjob ist. Du darfst dich nicht alleine auf das Arbeitsamt verlassen, weil die viel zu viel zu tun haben, c)Noch wichtiger als Arbeit ist, dass Du richig therapiert wirst, damit Du regelmäßig zur Arbeit gehen kannst. Das bedeutet, Dein Arzt muß dich zu einem Neurologen schicken, der möglichst eine Zusatzausbildung für Epilepsie hat. Auch die Krankenkasse kann dir Vorschläge für so einen Facharzt unterbreiten.
Wenn Du weitere Informationen zu Deiner Epilepsie haben möchtest, schreibe uns bitte an und erzähle, welche Medikamente in welcher Menge Du nimmst, wie oft Du Anfälle bekommst, wie die aussehen, wie oft Du die bekommst und erzähle uns bitte auch, wenn dir sonst noch etwas einfällt. Wir helfen dir gerne. Wir wünschen zunächst gute Besserung und warten auf Deine Nachricht.
Liebe Grüße
Anton[/zitat]

Hallo Anton
Deine Meinung in Ehren, aber leider kann ich Dir nicht ganz recht geben! Ich lebe bei Frankfurt Main hier ist es sodas, dass Arbeitsamt ja wissen muß für was man geeignet ist oder wie sie einen vermitteln können.
Denn wie Du weißt ist z.B. Schichtbetrieb, an offenen Maschinen, Akkord. u.s.w. nicht für uns geeignet ist. Also ist man irgent wie gezwungen mit offenen Karten zu spielen meiner Meinung nach. Außerdem wird man auch ärztlich begutachtet wenn man Langzeitarbeitslos ist.
Also ist es besser einen Behinderten - Ausweis zu beantragen, es hat wie vieles Vor - und Nachteile. Spätestens dann muß man die Karten auf den Tisch legen wenn man sagt man darf diese oder Tätigkeit nicht machen, denn dann ist man eine Erklärung schuldig oder man muß ohne Geld leben!
Also da bin ich der Meinung da sollte man doch ehrlich sein und bleiben, denn man tut sich selber keinen Gefallen damit.
Denn auf dauer setzt man sich selber unter Druck und das Ende vom Lied ist dann das man wieder schneller einen Anfall bekommt, und das muß nicht sein!
Aber wie sag ich immer so schön:" Aber das muß jeder mit sich selber ausmachen"!
Alles Gute
Anne


gesamter Thread: