Timonil
Hallo Petra,
du kannst dir Timonil verschreiben lassen.
Nur heißt es dann CARBAMAZIPIN DESITIN !!!!!!!!!!!!
Timonil ist ja Carbamazipin von Desitin.
Desitin bietet somit sein eigenes 100% identisches Arzneimittel auf einer 2. Verkaufsschiene billiger an, sodaß dein Arzt es ohne Bedenken verschreiben kann.
Nach der neuen und auch der vorherigen Gesundheitsreform sind Ärzte dazu verpfichtet worden wirtschaftlich zu verschreiben. Das heißt aus dem unteren Drittel des Preissegmentes sollen Sie verschreiben (meist Generika) ansonsten können Sie wegen Unwirtschaftlichkeit sogar in Regress genommen werden.
Einen Haken hat das Ganze noch !!
Da mit der neuen Gesundheitsreform nun auch Krankenkassen mit Pharmafirmen (Generika) Rabattverträge ausgehandelt haben, soll nun die Apotheke je nach Krankenkasse ein anderes Arzneimittel an den Patienten abgeben.
Hierzu hat die Apotheke ein Softwareprogramm und schaut nun :
Carbamazipin --- welche Krankenkasse --- dann dieses oder jenes Generika
Auf dem Rezept muß nun "Carbamazipin Desitin" stehen und unbedingt "AUT IDEM" angekreuzt sein !!
Da Carbabeta von Betapharm sogar teurer ist als Carbamazepin Desitin (Timonil)
kann dein Arzt ohne Bedenken dir Carbamazepin Desitin verschreiben. Unter wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gesichtspunkten ist dies für dich und Ihn besser.
Carbabeta von Betapharm 200 St 400mg retard = 42,80
Carbamazipin von Desitin 200 St 400mg retard = 37.85 (Timonil)
laut gelber Liste (1.1.08)
Gelbe Liste ist wie die rote Liste für Ärzte
http://www.gelbe-liste.de/01_start/indexpe.html
Es heißt zwar Generika sind identisch mit den Orginalarzneimittel dies muß aber nicht stimmen.
Es geht hier um den Begriff Bioäquivalenz/Bioverfügbarkeit
Sogar bei Generika muss eine Bioäquivalenzstudie die therapeutische Austauschbarkeit garantieren.
Ein generisches Medikament ist dann bioäquivalent, wenn in klinischen Vergleichsstudien nachgewiesen wurde, dass es mit dem Originalpräparat therapeutisch austauschbar ist. Dieses Verfahren garantiert, dass nicht nur der gleiche Wirkstoff verwendet wird, sondern dass generische Medikamente auch tatsächlich die gleiche Wirkung zeigen.
Bei einem Generikum kann die Richtlinie angewendet werden, dass die Wirkstoffmenge sowie die maximal erzielbare Konzentration im Blut bei Genereika zwischen 80 % und 125 % des Originalpräparates liegen muss.
Wobei hier zu erwähnen ist, dass die Konzentration von plus/minus 20 Prozent für Antiepileptika zu groß gewählt ist . Für einen Epilepsiepatienten kann dies u. U. riskant sein. Man muss sich immer vor Augen halten, dass die Bioverfügbarkeit bei jedem Menschen anders ist. (lt. Dr. Wolf, Bethel, aus Ärzteblatt)
liebe Grüße
Ragnar
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