Re: Re: Dipl. Sozialpädagogin

Christian @, Wednesday, 16.01.2008, 14:46 (vor 6791 Tagen) @ Nadine

Dazu einmal eine kleine Geschichte, die ich einmal von einem Taxifahrer zu hören bekommen habe.

Der hatte mir erzählt, nach dem ich mit diesem ins Gespräch gekommen war, über meine Epilspsie, dass er einen Kollegen habe, der auch Epileptiker wäre und einen Anfall gehabt hatte, während einer fahrt. Dieser Kollege ist während dieses Anfalls in eine Bushaltestelle gefahren und die Kollegen haben ihn gedeckt und sein "einziges Glück" bestand darin, dass er keine Gäste hatte und dass in der Bushaltestelle keiner stand.

Nun stelle sich mal einer vor, an dieser Bushaltestelle (das war eine am Hauptbahnhof) wären Menschen gestanden und was dann passiert gewesen wäre und wie viele verletzte es gegeben hätte?

Eine andere Geschichte ist die von einer ehemaligen Schulkameradin, die ebenfalls eine "schwächere" art der Epilepsie hat und die ich einmal wieder getroffen hatte. Ich wusste bis Dato nicht, dass sie Epilepsie hatte und auch nicht, dass sie einen Führerschein gemacht hatte.

Als sie mir das erzählte, sagte ich ihr einfach nur Stumpf, dass sie einen Knall hat und sie sich mal überlegen sollte was passiert, wenn sie einen Anfall hinterm Steuer bekommt. Sie hatte allerdings nichts besseres zu tun als damit anzugeben, wie sie ihren Neurologen davon nichts erzählt hatte, dass sie einen Führerschein hat.

Ich persönlich würde auch gerne einen machen wollen, aber ich könnte es niemals mit meinem Gewissen vereinbaren, mich hinter ein Steuer zu setzen und zu wissen, dass die Gefahr besteht, einen Anfall zu bekommen und damit anderes leben zu gefährden. Selbst wenn ich Anfallsfrei wäre, würde ich persönlich niemals auf die Idee kommen, einen Führerschein zu machen, weil selbst hier die Gefahr eines Rückfalls zu groß wäre.

Ich habe selber schon genug Probleme damit, mit dieser Krankheit ein geregeltes Leben hinzubekommen und dann noch die Gefahr einzugehen, jemand anderen das Leben kaputt zu machen, wäre mir einfach viel zu groß.

Aber scheinbar denken einfach viel zu viele Menschen immer noch nur an sich selbst und nicht daran was sie anderen damit antun könnten und sich selber, denn die Schuld die sie sich damit aufbürden würde, würde ihnen niemand abnehmen.


gesamter Thread: