Re: Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin
Hallo ihr alle,
schön so schnell so viel Feedback zu bekommen!!!
Also nach der Reihe: Ja, im September hatte ich aus dem Schlaf raus meinen ersten Anfall (bin jetzt 20). Im Krefelder Klinikum haben die im EEG erst unter Schlafentzug überhaupt was gefunden und im Hirn was, was die richtung Migrationsstörung gedeutet haben aber waren sich null sicher. Einige da auf der Station meinten auch, dass es möglicherweise einfach ein Gelegenheitsanfall war. Ein Auslöser konnte gar nicht gefunden werden.
Daher war ich auch (wie ich heute weiß) so unvernünftig und habe mich nicht wie empfohlen schon nach diesem Anfall in neurologische Behandlung begeben und mich auf 100-0-100 Lamotrigin einstellen lassen.
Eine Woche vor Weihnachten (also ca 3 Monate später) hatte ich dann auf der Arbeit wieder einen Anfall. Im Krakenhaus meinten die natürlich nur "warum nehmen sie denn ihre Medis nicht?". Die habe ich seitdem auch brav genommen. Der Neurologe bei dem ich seitdem bin wollte aber erstmal probieren ob ich auch mit 50-0-50 klarkomme, um halt so wenig wie möglich zu geben. Um eine zweite Meinung zu bekommen bin ch vor 2Wochen zur Epileptologie an der Uni Bonn. Die haben schon im EEG ohne Schlafentzug ganz viele Unregelmäßigkeiten gefunden, sodass klar ist, dass ich schon dadurch zur Epilepsie neige. Ob das, was da im MRT nicht gar normal ist (evtl MIgrationsstörung) oder ich genetisch vorbelastet bin (wissen aber nichts in der Verwandtschaft) ist nicht klar. Ich Frage mich nur, warum das plötzlich nach 20 Jahren ausbricht, wenn es vorher auch da war. Aber ist jetzt halt so.
Auf jeden Fall meint die Ärztin da aus ihrer Erfahrung wäre bei dem EEG-Bild schon 150-0-150 nötig.
Auslöser für die Anfälle waren beim ersten Anfall wohl eine Mandelentzündung und beim zweiten starke psychische Belastung (Vater einer Freundin nach 13 Jahren Krebs 3 Tage vorher gestorben und mein bester Freund hat mir am gleichen Tag eröffnet er zieht bald weg).
Mit 50-0-50 habe ich weder was in Bezug auf meine Stimmung noch in Bezug auf Alk gemerkt. Aber seit dem Aufdosieren halt.
Das mit der guten Stimmung freut mich total. Ich bin von Tag zu Tag tiefer in das Loch gefallen und wusste echt nicht wie ich rauskommen soll. Jetzt ist es so schön alles endlich wieder positiv zu sehen!!! Außerdem habe ich das Gefühl wieder klarer zu denken und nicht so schuselig zu sein. Meine Mum hat mich drauf hingewiesen. Vorher gab es oft Situationen in denen ich unbedacht was falsch gemacht und dann nur gesagt hab "Entschuldigung, das wollte ich nicht"
Das mit dem Alk war halt wohl eine Erfahrung die ich machen musste. Ich habe ja auch nicht viel getrunken sondern sofort Stop gemacht. Ich sage mein ganzes Leben lang schon gesagt ich möchte Herr meiner Sinne bleiben und trinke deswegen nur sehr kleine Mengen. Gute Laune bekomme ich immer auch ohne oder eher noch besser, weil ich immer schon direkt müde und nie angeheitert war. Da ich mir keinen weiteren Tag oder Abend versauen möchte lass ich das natürlich!!!
Ja, es ist ne Menge Umstellung für mich. Ich nehme aufgrund einer starken Hormonstörung seit 5 Jahren die Pille, die ich jetzt abgesetzt habe, weil es sich halt nicht verträgt und meinem Körper auch noch so viel auf einmal antun möchte. Ich hoffe nur, dass die Störung sich mit der Pubertät verwachsen hat. Ich habe in den letzten Jahren ein sehr schwaches Immunsystem und bin dadurch ständig krank (Erkältung und co). Aber ich habe auch gelesen, dass das vllt mit der Pille zusammengehangen hat. Von daher hoffe ich, dass sich das damit erledigt hat.
Erstmal halt Fahrverbot (min 1 Jahr), was in Kombi damit dass nicht nur der beste Freund sondern ein Großteil meiner Freunde weiter weg wohnt mies ist.
Durch die bessere Stimmung ist der Faktor psychische Belastung schonmal stark reduziert, Schlafentzug vermeiden ist gar kein Prob, Blitzlich auch nicht (ich bin nicht so der Diskogänger) da einzige sind halt die Infektionen, wenn das mit dem Absetzen der Pille nicht weggeht.
Ich denke, ich bekommen das alles schon hin, ich muss es nur angehen und mich damit beschäftigen. Ich lebe in einer Zeit, in der ich deswegen nicht als Hexe verbrannt werde sondern medizinisch betreut werde und es gibt glaube ich weit schlimmere Krankheiten. Außerdem scheint es ja mit bisherigen Abständen von 3 Monaten noch im Vergleich ne ganz annehmbare Sache zu sein. Morgen hab ich meinen nächsten Termin beim Neuro, mit Blutkontrolle und neuem EEG. Gucken was da so rauskommt. Ich melde mich gerne nochmal. Finde es gut mich hier austauschen zu können. Denn wie ich jetzt auch bei der Pille gesehen habe, gibt es viele Dinge die mit einem Medi zusammenhängen, aber jeder Arzt leider abstreitet. Da ist der Austausch mit anderen Patienten das beste.
Ganz lieben Gruß
Michi
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Michi,
04.02.2008, 12:34
- Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - Markus, 04.02.2008, 13:48
- Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - Michi, 04.02.2008, 16:32
- Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - varinia, 04.02.2008, 16:42
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- Re: Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - frank, 04.02.2008, 18:50
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- Re: Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - Michi, 05.02.2008, 08:56
- Re: Re: Re: Neben- /Wechselwirkungen mit Lamotrigin - Markus, 05.02.2008, 13:57