Re: Re: Schulprobleme und kein Ende

Iris @, Friday, 14.03.2008, 09:59 (vor 6733 Tagen) @ Iris

[zitat=Anton]Hallo Iris,
ich finde sehr gut, was Anne dazu sagt. Aus meiner Sicht ist Dein Sohn derzeit überfordert.
Nach hirnchirurgischem Eingriff ist es für jeden Arzt ein
Leichtes, die Notwendigkeit ambulanter psychologischer Psychotherapie medizinisch zu indizieren. Der Kleine wird jetzt erst mal Ruhe brauchen, bevor an Leistung überhaupt zu denken ist. Nachdem das Ergebnis der OP nicht positiver hätte sein können, wünsche ich ihm einen guten Verlauf seiner weiteren Entwicklung.
Liebe Grüße
Anton[/zitat]
Hallo alle zusammen!
Erst möchte ich mich einmal für euer reges Interesse und Tipps danken.
Es ist leider so verlaufen wie Anton schon erahnt hat.Nach der OP im Nov.04 bekam mein Sohn Hausunterricht bis Ende Jan.05, danach sollte er wieder voll in den normalen Schulalltag eingegliedert werden. Da er ja immer das Gefühl eines nahenden Anfalls hatte,der aber ja nicht stattfand, legte er den Kopf auf den Tisch und die Lehrerin erschrak jedesmal. Der Erfolg dieser Abläufe im Unterricht hatte zur Folge, dass ich fast täglich von der Schule angerufen wurde ich solle doch bitte mein Kind holen es hat einen Anfall.Die Rektorin wollte es nicht länger mitmachen und überstellte unseren Sohn in die Schule für Körperbehinderte, dort hielt er es seelisch nicht aus und verweigerte den Schulunterricht.Er wollte wieder zurück in seine Förderschule.
Wir konnten es durchbringen, dass er wieder zurück durfte.Durch den ganzen Stress der da angefallen war bekam er auch noch Ohnmachtsanfälle. Das war wieder ein Grund für die Rektorin ihn in die nächste Schule für Geistig behinderte Kinder zu schicken. Das ging auch nur ein-zwei Wochen gut, danach verweigerte er wieder.Wir haben dann das Jugendamt eingeschaltet und klar gemacht, dass unser Kind einfach normal behandelt werden möchte aber auch noch seine Zeit braucht um in dieses normale Leben zurück zu kehren. Leider ist ihm das irgendwo verwehrt worden und so blieb unser Anfallsfreies Kind auf der Strecke.Wir starteten noch einen Versuch in einer Förderschule aber der schlug dann leider auch fehl, weil er wieder mal Ohnmächtig wurde und ihn dann vollkommen aus der Bahn warf.Nun sind wir an dem Punkt angelangt, dass er stationär aufgenommen werden soll und wir uns fragen ob wir die ganze Zeit für nichts gekämpft haben. Jeder Erwachsene bekommt nach einer OP irgendwelche Hilfe oder Rehamaßnahmen aber unser Sohn bekam gar nichts.
Ich danke euch sehr für euer Verständnis, es tut gut wenn man weiss da gibt es Menschen die diese Not verstehen können. DANKE euch allen.
Liebe Grüße Iris


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