Re: was soll ich machen

Anton @, Wednesday, 19.03.2008, 09:24 (vor 6729 Tagen) @ Julia

Hallo Julia,
habe gerade mal Deinen Beitrag gelesen und auf meine Zeit mit der Epi zurückgeblickt.
In den vielen Jahren, die ich daran schon erkrankt bin, habe ich versucht, die Sache mit dem Fahren von mir aus, also mit meinem Gewissen, zu regeln. Täten das alle, bräuchten wir gar keine Gesetze und Richtlinien. Unter dem Motto, jeder ist für sich selbst verantwortlich und für Dritte noch ein Stück mehr, habe ich mich ans Steuer gesetzt oder auch nicht.
Die viele Chemie hat mir 1999 das Gefühl vermittelt, dass ich am Steuer nichts mehr zu suchen habe. Ohne Arzt und Gesetzgeber habe ich seinerzeit für mich verhandelt und entschieden, den Schein in meinen Safe zu legen. Dort liegt er noch heute noch, obwohl ich nach den Richtlinien schon wieder fahren dürfte. Das mache ich erst, wenn ich mich danach fühle. Meine Entscheidung 1999 hat zur Konsequenz gehabt, dass ich meinen Beruf aufgeben musste. Ich kann da aber gut mit leben.

Jetzt zu dir. Wenn Du nach 6 Jahren erstmalig wieder einen Anfall gehabt hast, dich gut gefühlt hast beim Einsteigen in das Auto, dann darfst und musst Du dir keine Vorwürfe machen. Du musst dir selbst sagen, dass Du deine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt hast. So werden auch die Versicherer, notfalls hohe Gerichte, entscheiden.

Jeder Autofahrer kann einen Anfall bekommen, genauso wie er von einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Kreislaufkollaps überrascht werden kann. Du hast dir also nichts zu Schulden kommen lassen.
Ich wünsche dir viel Gesundheit und alles Gute.
Herzliche Grüße
Anton


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