Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem
Liebe Epilepsie-Gemeinde,
ich kam erst vor vier Wochen zum ersten Mal mit Epilepsie im engeren Umfeld in Berührung. Mein 86-jähriger Vater begann gegen Ende einer 6 stündingen Bahnfahrt an einer Hand zu zittern. Der Hausarzt verschrieb am nächsten Tag Magnesium. Meiner Mutter kam das komisch vor, zumal die Hand blau war. Der nächste Arzt am nächsten Tag wie meinen Vater sofort in die Neurologie ein, wo er mit Medikamenten behandelt wurde, die ihn 4 Tage "ausgeknockten". Meine Mutter und ich befürchteten schon den Rollstuhl. Nach einigen Tests in der Neurologie stellten sie fest, dass es wohl ein fokaler epileptischer Anfall war.
Mein Vater konnte zunächst nicht laufen, auch das Sprechen fiel ihm schwer, er nuschelte. Nach 14 Tagen Krankenhaus konnte er am Rollator laufen, jetzt, nach 20 Tagen Reha geht er etwas wackelig an zwei Stöcken. Schon wieder ganz gut, aber bis vor fünf Wochen ist er noch mit dem Mountainbike über die Feldwege "gehirscht"...
Er und wir sind eigentlich wieder guten Mutes, aber was meinen Vater sehr beeinträchtigt und ihn richtig nervt ist seine andauernde Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Leider habe ich bisher immer vergessen zu fragen, welches Medikament er bekommt. Die eine Pille liegt immer ohne Verpackung auf seinem Nachttisch im Reha-Krankenhaus.
Ist diese Müdigkeit "normal"? Kann die Dosis zu hoch sein?
Wer hat Erfahrungen in ähnlichen Fällen? Gibt es Aussicht, das Medikament wieder ganz abzusetzen?
Dank,
Catinca
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Catinca,
20.03.2008, 20:04
- Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Anton, 20.03.2008, 21:13
- Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Anton, 20.03.2008, 21:30
- Re: Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Catinca, 23.03.2008, 09:34