Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem
Hallo,
die Behandlung der Epilepsie, sofern es eine ist, erfolgt durch regelmäßig Tablettenneinahme. Antiepileptika sind sogenannte "Spiegelmedikamente", der Spiegel im Blut muss konstant sein. Das bedeutet, dass man sie nicht bei Bedarf, sondern ständig nimmt.
Die Müdigkeit Deines Vaters kann auf die Nebenwirkungen der Antikonvulsiva während der Einschleichphase zurückzuführen sein. Damit diese Tabletten nicht toxisch werden können und die Müdigkeit Deines Vaters nicht zu groß, sind Blutserumkontrollen in den ersten Wochen nötig, sie geben Aufschluss über die Richtigkeit der Menge an Wirkstoff im Blut.
Bei einem guten Draht zu Ärzten vielleicht, wenn aber der Vater eine Vorsorgevollmacht erteilt haben sollte, müssen die Ärzte Auskunft geben über die derzeitige Medikation.
Bedenken habe ich dahingehend, dass die derzeitige Reha-Klinik gar keine Neurologie im Hause hat. Die wenigsten Neurologen sind in der Lage, eine Epilepsie optimal zu behandeln, das ist nicht Unwissenheit dieser Ärzte, vielmehr ist das Gebiet der Epilepsie so komplex, dass nur Epileptologen in der Lage sind, die richtige Therapie zu finden. Im Falle des Vaters müßten normalerweise Neurologen (für den Schlaganfall) und Epileptilogen (für das Anfallsleiden) eng zusammen arbeiten.
Liebe Grüße und alles Gute
Anton
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- Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem -
Catinca,
20.03.2008, 20:04
- Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Anton, 20.03.2008, 21:13
- Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Anton, 20.03.2008, 21:30
- Re: Re: Fokaler Anfall bei über 80-Jährigem - Catinca, 23.03.2008, 09:34