Re: Janz-syndrom

Uta Melle @, Thursday, 03.04.2008, 13:24 (vor 6714 Tagen) @ jenny

Hi Jenny,
wow! Wir haben viel gemeinsam: Ich war 15 (jetzt bin ich 39), als ich auf einer Fähre von Schweden (!) nach Kiel den ersten Anfall bekam. Auch ich habe das Janz-Syndrom. Meine Mutter hat übrigens gerade den 5. Krebs! Sie kämpft nun schon seit 20 Jahren.
Da ich aus einem sehr ländlichen Gebiet aus Holstein komme, war der Führerschein für mich sehr wichtig, so dass ich die Epilepsie nie den Behörden mitgeteilt habe... So habe ich den Führerschein gemacht und immer darauf geachtet, dass ich ausgeschlafen und fit war, wenn ich gefahren bin. Ich habe auch eine sehr gute Ausbildung machen können (Abitur, kaufmännische Ausbildung und Studium) trotz der Nebenwirkungen der Medikamente (Valproat: Konzentrationsschwäche, Müdigkeit).
Ich habe sogar 3 Jahre lang im Außendienst gearbeitet, was bedeutete, dass ich ca. 40000 km/Jahr Auto gefahren bin. Das geht nur mit viel Schlaf, Disziplin und Konzentration! Alkohol und Party habe ich mir nur in Maßen gegönnt und nur, wenn ich am nächsten Tag RICHTIG ausschlafen konnte! Sonst ist eon Anfall zimlich sicher.
Ich habe inzwischen viele Medikamente versucht und kehre jetzt wieder zum Valproat zurück, welches ich während meiner 2 Schwangerschaften (2 supertolle gesunde Mädchen) gegen Lamictal (besser bei Schwangerschaften) eingetauscht hatte. Lamictal hat bei mir aber die Nebenwirkungen "Doppeltsehen" und "Beinewegknicken" ausgelöst. Danach habe ich Keppra ausprobiert, welches nach ein paar Jahren Persönlichkeitsstörungen, permanente Erkältungen, Depressionen, Aggressionen etc. ausgelöst hat.
Wenn Du Fragen hast: uta3000@hotmail.com!
Liebe Grüsse
Uta


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