Re: Nur Mut!
hallo nicole,
ich muß noch mal dumm nachfragen. du hast es geschafft ohne medikamente die epilepsie zu besiegen? entspannungsübungen, geregelter tagesablauf ... das klappt?
die ärzte wollen einen doch nur mit tabletten zupumpen.
gruß claudia
[zitat=Nicole]Hallo liebe Forum-Leser,
mein letzter Beitrag war im April 2004 wo ich verzweifelt um Hilfe und Rat gebeten hatte da ich große Probleme mit meiner neu "erworbenen" Epilepsie hatte!
Ich wollte jetzt allen Betroffenen Mut machen, denn ich weiss wie schwer es oftmals ist mit dieser Erkrankung zu leben - zumindest für mich war es sehr schwer. Mein Problem war, dass ich zum Ende hin meiner "Epilepsiekarriere" 5 verschiedene Anfallsformen hatte: Absencen/Grand-Mal/Fokale/ 1/2seitige Lähmungen Schulter abwärts/Somnambulismus. Man wollte mich operieren, wäre danach aber pflegebedürftig geworden und schlimmer wie es war konnte es eh schon nicht mehr werden. Ich entschloss mich gegen den Rat meines "Ärztestabs", liess mich nicht operieren, reduzierte die Medikamente da ich unwahrscheinlich unter deren Nebenwirkungen litt, begann mit intensivem Entspannungstraining und schulte meine Körperwahrnehmung bis aufs äußerste um jedwege epileptische Form erst gar nicht ausbrechen zu lassen; meine Ausbildung zur Physiotherapeutin konnte ich leider nie mehr vollenden aber nun bin ich nach hartem langem Kampf seit ca. 2 Jahren vollkommen anfalls-u. medikamentenfrei! Nun arbeite ich als HP für Psychotherapie/ Wirbelsäulen- u. Massagetherapeutin/ Entspannungstrainerin/ Hypnosetherapeutin/ Schwesternhilfskraft usw.! Ich möchte euch damit sagen, gebt nicht auf, lasst euch auch nicht nur von 1 oder 2 Ärzten beraten! Ich hatte zig Ärzte konsultiert, war im Eplipesiezentrum Großhadern, im MPU München, im Schlaflabor Agatharied, ich dokumentierte jede noch so kleinste Veränderung während meines Krankheitsverlaufes, ich habe gekämpft für mich und meine Gesundheit, musste wieder vernünftig schreiben/ lesen/ sprechen lernen! Gebt nie auf sondern informiert euch, werdet eurer eigener Therapeut indem ihr euren Arzt so genau wie nur möglich mit Details eures Krankheitsverlaufes unterstützt - arbeitet mit ihnen zusammen, umso besser können die Ärzte auf euch eingehen!
Ich habe während der ganzen Zeit einen sehr hochfrequentierten Kontakt zu meinem Hausarzt für Blutkontrollen wegen der Medikamente gehabt und dafür gesorgt dass diese zu meinem behandelnden Neurologen gefaxt wurden! Durch dies alles hatten wir eine spitzen Zusammenarbeit und ich bin mir sicher dass dies auch der Grund ist warum ich jetzt wieder vollkommen gesund bin! Zudem habe ich nie irgendetwas geraucht oder getrunken sondern für einen sportlichen und ernährungsbewussten Lebensstil gesorgt!
Also: Kopf hoch und nach vorne schauen![/zitat]
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- Nur Mut! -
Nicole,
07.04.2008, 11:27
- Re: Nur Mut! - claudia, 07.04.2008, 16:08
- Re: Re: Nur Mut! - Heidi, 07.04.2008, 22:45
- Re: Nur Mut! - Nicole, 08.04.2008, 20:39