Re: Nur Mut!

Nicole @, Tuesday, 08.04.2008, 20:39 (vor 6708 Tagen) @ Nicole

Hallo, ja ich habe es "einfach so" geschafft - wobei ich betonen möchte dass dies sicherlich nicht der richtige Weg für jeden sein muss aber ich habe meinem Tagesablauf von morgens bis abends durchgeplant und streng danach gelebt, ich muss dazu sagen dass ich derzeitig das Gefühl habe während dieser Zeit nicht gelebt zu habe, da die Lebensqualität gleich 0 war, doch ich fing an trotz aller Einschränkungen und Regeln die ich mir sleber auferlegt habe, Motive zu finden die mich wieder nach vorne blicken ließen! Ich habe wie schon gesagt die Medikamente drastisch reduziert, die dann aber nur unter größter Vorsicht dann langsam weiter reduziert, jeden Tag zur gleichen Zeit aufgestanden und ins Bett gegangen, jeden Tag 1 Liter Brennesseltee zur Entgiftung getrunken, viel Obst/ Gemüse usw. gegessen, jeden Tag mittags ca. 3 Stunden geschlafen, kein Alkohol, keine Zigaretten oder ähnliches, keine Disothek oder andere Stressauslösenden Faktoren, jeden Tag habe ich ca. 2 Stunden bei meinem Pferd an der frischen Luft zugebracht, jede noch so kleine körperliche Veränderung notiert und dazu geschrieben was unmittelbar vor und nach z.B. dem Augenzucken oder Schwindelgefühl war, tägliches Entspannungstraining und gezieltes üben der Körperwahrnehmung...
Die Zeit war einerseits schrecklich andererseits habe ich sehr viel dadurch gelernt und profitiere heute diesbezüglich in meinen medizinischen Berufen! Ja im Nachhinein bin ich stolz aber es hatte viel Energie und Selbstdisziplin gefordert: auf einer Seite sich selber bis ins kleinste Detail beobachten und dabei nicht ins Gegnteil zu verfallen nämlich Angst vor der Angst zu entwickeln. mein Neurologe Herr Dr. Arnold aus München sagt heute noch dass er sowas noch nie erlebt hat und mittlerweile liegen die Kontrolltermine bei 2x pro Jahr und nicht mehr wie anfangs 3x pro Woche. Man darf sich nicht immer zu intensiv bei einer Erkrankung nur die eine Frage stellen warum es so ist, sondern was kann ich oder meine Umwelt tun um wieder gesund zu werden.
Ich hatte mir ein Leben als Gesunde ausgemalt und nicht als kranke und so habe ich zwar die Krankheit angenommen aber habe mich nicht auf ihr ausgeruht sondern geschaut wie werde ich wieder gesund!
In diesem Sinne
Nicole


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