Re: Würgeattacken als Epilepsie diagnostiziert
Hallo, Anton und alle anderen,
seid lieb gegrüßt!
Erst einmal herzlichen Dank insbesondere Dir, Anton, für Deine Antwort!
Irgendwelche Nebenwirkungen durch Medikamnte kommen bei mir nicht infrage, da habe ich bis zur Einnahme des Antiepileptikums nichts regelmäßig eingenommen, nicht einmal die Pille.
Dass Du schreibst, dass Lamotrigin u.U. erst nach längerer Zeit Wirkung zeigt, macht mir aber Mut und Hoffnung. Ansonsten wüsste ich auch wirklich nicht mehr, woher die Attacken kommen könnten. Auch irgendwelche Lebensmittelallergien schließe ich aus, da habe ich auch Buch drüber geführt und keine Zusammenhänge feststellen können.
Mittlerweile habe ich natürlich viel über Epilepsie recherchiert. Der Neurologe meinte auch, dass es sich - wenn - um eine sehr seltene Form fokaler Epilepsie handelt betrifft. Solch einen konkreten Fall mit den Symptomen habe er auch noch nie gehabt. Es sind insbesondere die um das Würgen herum gelagerten Empfindungen und Symptome, die ihn hierauf schließen ließen.
Ich hatte nur schon Zweifel bekommen, weil die Attacken wieder häufiger kamen, nachdem sie unter der Einnahme von Lamotrigin zunächst ja schwächer wurden. Aber vielleicht war die Reduktion der Attacken auch tatsächlich zunächst nur "Zufall", da ich ja, wie gesagt, immer mal schwankende Beschwerden habe.
Auffällig ist aber, dass ich mich jetzt danach nicht mehr ganz so k.o. fühle und die Attacken fast nur noch morgens und abends, nicht aber mehr über den ganzen Tag verteilt auftreten.
Man wird halt nur skeptisch, wenn man schon zig vermeintliche Diagnosen hinter sich hat, aber keine Therapie anschlägt (bzw. lediglich Ausschlussdiagnosen getroffen werden können).
Gott sei Dank habe ich ein soziales Umfeld, was mich sehr auffängt und wofür ich sehr dankbar bin. Denn es ist zum Teil schon ganz schön heftig, was einem die Ärzte da so um die Ohren knallen....Besonders gerne wird ja auf die Vermutung psychosomatischer Ausprägungen verwiesen, wenn sie nix anderes finden können.
Daher hatte ich auch so einige Erfahrungen mit Psychiatern... Das reichte hin bis zu der Diagnose "Magersucht" nach einem 15minütigen Gespräch (ich bin leicht untergweichtig, das ist bei uns aber familiär bedingt, ich esse wie ein Scheunendrescher, man Mann meinte schon, das ginge ganz schön ins Geld ;o) ...)
Auf meine Entgegnung, dass man für Magersucht ja schließlich (wie der Name schon sagt) süchtig zu magern sein, wurde mir dann entgegnet, dass das Verleugnen zu der Krankheit dazu gehört. - Klar, weil ich verleugnen will, suche ich ja auch freiwillig einen Psychiater auf.....
Der zweite fühlte sich (als Psychiater!!!) - ich zitiere - meiner Argumentationsstärke nicht gewachsen, ich solle mir jemand anderen suchen.
Bis ich dann bei einem Psychiater landete, der meinte, ich sei so zufrieden mit meinem Leben und würde dermaßen in mir ruhen wie er es selten erlebt habe - er wisse wirklich nicht, wie er mir helfen könne, das sei definitiv NICHT psychosomatisch, eine weitere Behandlung bei ihm wäre Geldabschneiderei.
Der hat mein mittlerweile erlangtes schlechtes Bild dieses Berufsstandes dann wieder hergestellt....Nicht, weil er meine Meinung teilte, sondern weil er sich einfach auch die Zeit genommen hat....
So, jetzt habe ich hier ziemlich viel getextet, aber es tut auch einfach mal gut, sich alles von der Seele zu schreiben.
Jedenfalls danke ich nochmals herzlich für die Mut machenden Worte, fasse mich weiter in Geduld und wünsche auch allen anderen alles Gute!
Lieben Gruß,
Gitta
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- Würgeattacken als Epilepsie diagnostiziert -
Gitta,
08.04.2008, 09:30
- Re: Würgeattacken als Epilepsie diagnostiziert - Anton, 08.04.2008, 21:02
- Re: Würgeattacken als Epilepsie diagnostiziert - Gitta, 09.04.2008, 12:55