Re: Wieder ein Anfall...
Hallo Alexandra,
natürlich ist es ärgerlich nach einer anfallsfreien Zeit wieder einen Anfall zu bekommen. Doch deswegen ist es noch lange kein Weltuntergang.
Ich (bin 25 und seit meiner Säuglingszeit Epileptikerin) wurde dir dringend empfehlen deinen Bruder ganz normal zu behandeln. Das heißt, kein Hinterherlaufen, nicht immer alles wissen wollen, keine unnötigen Kontrollen, kein ausquetschen... Denke du weisst was ich dir damit aufzeigen will.
Wie ein Betroffener diesen erneuten Anfall wegsteckt, ist sehr unterschiedlich, da ich deinen Bruder nicht kenne, beurteile ich ihn jetzt nicht. Doch eins solltest du dir als Nichtbetroffene vor Augen halten:
Ein epileptischer Anfall ist für den Betroffenen meist ein ungewöhnliches Ereignis, dass ihm ab und zu passsiert. Viele erinnern sich ja auch gar nicht mehr daran. Somit geht für den Betroffenen alles normal weiter!!!, außer dass er nun 25 mg an Medikamenten mehr nimmt!!!
Doch das wird auch zur Gewohnheit.
Und so groß und schlimm und heftig kann der Anfall gar nicht gewesen sein, sonst dürfte dein Bruder nicht schon wieder nach 3 Monaten Auto fahren.
(Leute mit Grand mal Epilepsie müssen auf ihren Führerschein 1-2 Jahre verzichten).
Wenns dir schwerfällt ihn "normal leben zu lassen" aufgrund des Anfalls, sprich mit deinem Bruder über seine Epilepsie. Er kann dir bestimmt aus seiner Erfahrung heraus auch ein paar Ängste nehmen und weiss auch gleichzeitig was mit dir los ist.
Wünsch dir viel Mut und Kraft dabei
Viele Grüße
Julia
[zitat=Alexandra]Hallo an alle,
am 8.Mai war es mal wieder soweit,mein Bruder(21Jahre)bekam bei mir im Garten nen Krampfanfall.Es war der 7.Anfall mittlerweile und der 1. bei dem ich dabei war.Ich kann seitdem das Bild nicht mehr vergessen,ich hatte so eine Angst um ihn,ganz schlimm...Er ist einiges jünger als ich und quasi wie mein Kind,immer bei mir gewesen,weil zu unserer Mutter nicht der Beste Kontakt besteht.
Er will das alles garnicht so großartig zum Thema machen u mich belastet das so sehr.Ich hab Angst,das er es alles so überspielt u im Innern doch damit zu kämpfen hat.Sowas steckt man doch nicht so einfach weg,oder?Er bekommt Medikamente,Lamotrigin 100mg morgens und 100mg abends.Jetzt 25mg mehr seit dem letzten Anfall.
Aber immer wieder kommt trotzdem ein Anfall,manchmal eimal im Jahr,manchmal zweimal.
Nach 3 Monaten darf er offiziell wieder Autofahren und der Arzt sagt,einfach rechtsran fahren,wenn er was merkt...er sagt auch , das er was merkt,wie ein warmes Gefühl im Magen,aber das hätte er öfters und wenn er ruhig durch die Nase atmet,ginge es auch oft wieder weg u nichts passiert...Aber reicht das um ein Auto noch zu parken?Ich bin so verzweifelt u krank vor Sorge um ihn...ich ertappe mich schon dabei,wie ich ihn unbewußt kontrolliere...ob es ihm gut geht,wo er ist,usw.....
Ich hab mir immer wenn sowas war Gedanken gemacht,aber seit ich dabei war,ist es ganz schlimm...
Will ihm ja auch nicht zusätzlich stressen,nerven oder unbewußt unter Druck setzten,aber wie verhält man sich richtig?
Wäre für jede Hilfe eurerseits sehr dankbar....
Liebe Grüße Alexandra
[/zitat]
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Alexandra,
13.05.2008, 23:58
- Re: Wieder ein Anfall... - Julia, 14.05.2008, 07:31
- Re: Wieder ein Anfall... - michi, 14.05.2008, 22:13
- Re: Wieder ein Anfall... - Thomas, 15.05.2008, 16:10
- Re: Wieder ein Anfall... - Alexandra, 15.05.2008, 21:56