Re: Gibt es Erholung?

Julia @, Saturday, 12.07.2008, 07:49 (vor 6613 Tagen) @ Brigitte Röder

Hallo Bettina,

also nochmals zu dem Kommentar von Anton!!!

Nach 25 Jahren Epilepsie, muss ich Anton recht geben, die Angehörigen leiden mehr unter der Epilepsie, als der Betroffene selbst!!!

Sicherlich ist die Ausprägung der Epilepsie sehr unterschiedlich (habe es selbst erlebt vom einfachen Anfall bis zum Grand mal Status epilepticus..)
doch ein Scherz ist diese Antwort deshalb noch
lange nicht !!!!

Es ist psychologisch ganz einfach zu erklären.
Der Betroffene selbst, erkennt irgendwann, dass er seine Epilepsie akzeptieren muss und arrangiert sich schließlich mit ihr, so wie ich und Anton.
Die Angehörigen dagegen wollen es oft nicht akzeptieren!!! oder können es wirklich nicht, weil ihnen die Krankheit nur Kummer macht, sie sehen nur das Negative!!! Und auch da gebe ich Anton recht. Das ist auf Dauer nicht auszuhalten!!!!
Und ich geb ihm recht, dass auch für dich, die Akzeptanz der Krankheit ein großer Schritt wäre, um damit besser umzugehen, such dir Hilfe...

Und deshalb denk dran, auch wenn du Angehörige bist, du bist nicht die Hauptbetroffene, die diese Krankeheit hat!!! Letztendlich musst nicht du damit leben, sonder in erster Linie die Person, die die Krankheit hat!!! Ihr Umgang ist entscheidend, wenn sie die Epi annimmt, dann tus auch und freu dich über Erfolge, auch wenns mal "nur 5 Anfälle" weniger sind. Doch auch dass ist schon eine enorme Erhöhung der Lebensqualität!!!!!

So dasss mussste ich loswerden.
Lieben Gruß
Julia

[zitat=Susanne][zitat=Anton]Hallo Brigitte,
Epilepsie ist zwar keine schwere Erkrankung, Angehörige mit Pflichtbewußtsein wie Du leiden mehr darunter als der Kranke selbst. Das ist auf Dauer nicht auszuhalten.
Anton[/zitat]

Also Anton... nur mal so...

Epilepsie ist also keine schwere Erkrankung????
Der Patient leidet weniger, als der Angehörige???

soll das ein Scherz sein???

[/zitat]


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