Re: Ausschlag
Hallo Jessica,
Lamictal kann leider zu Hautausschlag führen (siehe 4.4 und 4.8)
Also sofort zum Neurologen (Vertretung von deinem Neurologen) und zum Dermatologen !!!
4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
Es liegen Berichte über das Auftreten von Hautreaktionen vor. Diese traten im Allgemeinen innerhalb der ersten acht Wochen nach Beginn der Behandlung mit Lamictal auf.
Die Mehrheit der Hautausschläge ist mild und vorübergehend, jedoch wurden auch schwere Hautausschläge, die eine stationäre Behandlung und das Absetzen von Lamotrigin erforderlich machten, berichtet. Dazu gehören schwere, potentiell lebensbedrohliche Hautreaktionen einschließlich des Stevens-Johnson-Syndroms und des Syndroms der verbrühten Haut (toxische epidermale Nekrolyse) (siehe 4.8 Nebenwirkungen).
Bei Erwachsenen, die an Studien zur Anwendung bei Epilepsie unter Beachtung des derzeitigen Dosierungsschemas teilnahmen, betrug die Inzidenz schwerwiegender Hautausschläge ca. 1 zu 500 Patienten.
Ungefähr die Hälfte dieser Fälle wurde als Stevens-Johnson-Syndrom berichtet (1 zu 1000 Patienten). Das Risiko eines schwerwiegenden Hautausschlages ist bei Kindern höher als bei Erwachsenen. Bisher vorliegende Daten aus klinischen Studien lassen bei Kindern auf eine Inzidenz stationär zu behandelnder Hautausschläge zwischen 1zu 300 und 1 zu 100 schließen.
Zusätzlich scheint das Risiko eines Hautausschlages generell in hohem Maß in Zusammenhang zu stehen mit:
-- hohen Anfangsdosen Lamictal und einem Überschreiten der für den Behandlungsbeginn empfohlenen schrittweisen Dosissteigerungen von Lamictal.
der gleichzeitigen Einnahme von Valproinsäure, wodurch die mittlere Halbwertszeit von Lamotrigin um annähernd das 2fache erhöht wird.
Alle Patienten, die einen Hautausschlag entwickeln, sollten sofort untersucht werden und Lamotrigin sollte sofort abgesetzt werden, es sei denn, der Hautausschlag ist eindeutig nicht Arzneimittel-induziert.
Hautausschläge wurden auch als Bestandteil von Überempfindlichkeitsreaktionen mit variablen systemischen Symptomen wie
Fieber, Lymphadenopathie, Gesichtsödeme und Veränderungen der Blut- und Leberwerte berichtet
(siehe 4.8 Nebenwirkungen).
Die klinischen Verläufe zeigen ein weites Spektrum an Schweregraden und können in seltenen Fällen zu disseminierter, intravaskulärer Gerinnung und Multiorganversagen führen.
Es ist wichtig zu berücksichtigen, daß frühe Manifestationen von Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Fieber, Lymphadenopathie) ohne Anzeichen eines Hautausschlages auftreten können. Bei Auftreten der oben genannten Symptome sollte der Patient daher sofort untersucht werden. Lamotrigin sollte sofort abgesetzt werden, wenn keine andere Ursache für das Auftreten dieser Symptome festgestellt wird.
Es wird empfohlen, dass Lamictal bei Patienten, die Lamictal aufgrund eines aufgetretenen Hautausschlages nach Einnahme von Lamictal abgesetzt haben, nicht wieder angewendet wird, es sei denn, dass der mögliche Nutzen die Risiken klar überwiegt oder dass der Hautausschlag mit der Einnahme von Lamictal eindeutig nicht im Zusammenhang stand.
4.8 Nebenwirkungen
Die nachfolgend genannte Konvention wurde für die Häufigkeitsbeschreibungen der Nebenwirkungen verwendet:
sehr häufig (_1/10), häufig (_1/100, _1/10), gelegentlich (_1/1000, _1/100), selten (_1/10000,
_1/1000), sehr selten (_1/10000) einschließlich Einzelfälle.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Nebenwirkungen, die in klinischen Studien
zur Monotherapie auftraten:
Sehr häufig: Hautausschlag.
Weitere Nebenwirkungen, die während der
Anwendung auftraten:
Sehr häufig: Hautausschlag.
Selten: Stevens-Johnson-Syndrom.
Sehr selten: Syndrom der verbrühten
Haut (toxische epidermale Nekrolyse).
In doppel-blinden klinischen Studien zur
Anwendung bei Epilepsie, in denen Lamotrigin zusätzlich zu anderen Antiepileptika verabreicht wurde, traten bei bis zu 10 % der Patienten Hautausschläge auf. In der Vergleichsgruppe ohne Lamotrigin (mit Placebo) betrug die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen 5 %. Die Hautausschläge führten bei 2 % der mit Lamotrigin behandelten Patienten zum Abbruch der Therapie.
Diese meist in makulopapulöser Form auftretenden Hautausschläge wurden in der Regel innerhalb der ersten acht Behandlungswochen beobachtet und bildeten sich nach Absetzen des Arzneimittels zurück
(siehe auch 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).
Selten wurde vom Auftreten schwerwiegender, lebensbedrohlicher allergischer Haut und Schleimhautreaktionen, die sich durch blasse Schwellung der Haut, vor allem im Gesichtsbereich (Quincke-Ödem), evtl. unter Mitbeteiligung der Schleimhäute in Mund, Rachen, Kehlkopf und Magen-Darm- Trakt, Hautabschälung und Fieber (Stevens-
Johnson-Syndrom) sowie dem Syndrom der verbrühten Haut (toxische epidermale Nekrolyse) äußerten, berichtet. Auch wenn diese Symptome bei den meisten Patienten nach Absetzen von Lamictal zurückgehen, bleiben bei einigen Patienten irreversible Vernarbungen zurück. Fälle mit tödlichem Ausgang traten selten auf (siehe auch 4.4 Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung).
Quelle: Fachinfo für Ärzte und Apotheker
Lg Ragnar
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Jessica,
16.10.2008, 21:40
- Re: Ausschlag - michi, 17.10.2008, 00:01
- Re: Ausschlag - 'Leben mit Epilepsie', 17.10.2008, 04:43
- Re: Re: Ausschlag - Jessica, 17.10.2008, 21:24
- Re: Re: Re: Ausschlag - Jimmy, 18.10.2008, 01:50