Re: ausbildung

Franzi @, Monday, 12.01.2009, 18:54 (vor 6429 Tagen) @ Anna

[zitat=Katja]

Hallo Katja,

also ist sicherlich eine ansichtssache ob schwerbehinderte bevorzugt eingestellt werden. Ich zähle seit meinem 6.Lebensjahr als schwerbehindert und das wegen Diabetes, habe seit 1 jahr und einigen Monaten Herzrhythmusstörung ( sind aber überhaupt nicht weiter schlimm, habe eine extrem harmlose variante) und seit ca. 7 Monaten eine bekannte Epilepsie und habe bisher keine Ausbildung abschliesen können da ich aufgrund meiner Epileptischen Anfälle immer wieder flog. Und das geht seit 4 jahren so, bin jetzt 20 geworden und suche nun zum 2.mal Hilfe beim Arbeitsamt über dieses Rehateam.... aber ich sehe zur zeit extrem schwarz für die Zukunft, ehrlich gesagt. Habe extrem viele einschränkungen darf nicht schwer heben, nicht in der höhe arbeiten, kein PKW fahren oder dergleichen, nichts mit und an Chemiekalien, an Maschinen, im tiefen und so weiter.... also was bleibt da noch übrig.... wo man auch mal genommen wird alleine schon in der Ausbildung. Habe einen guten realschulabschluss, so das man sagen könnte man wird bevorzugt genommen, aber wegen der Epilepsie fühl ich mich von der Gesellschaft ausgeschlossen.

LG Jessi[/zitat]

Hallo Jessi.
tut mir sehr leid, dass Du da so schlechte Erfahrungen machen musstest. Dennoch denke ich, dass man nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen wirst. Und wegen einem Anfall darf ein Arbeitgeber Dich nicht einfach rausschmeißen. (außer Du bist in der Probezeit) Es muss nachgewiesen sein, dass die Epilepsie Deine Arbeit soweit beeinflußt, dass Du diese nicht mehr ausüben kannst. Wo hast Du denn bisher so gearbeitet? Ich mein, dass beste wären wohl Bürotätigkeiten, evtl. als Assistenz der Geschäftsführung, des Vertriebs etc. Alles, wo Du nicht den ganzen Tag am PC sitzen musst aber auch keinerlei Tätigkeiten wie Auto fahren, chemische Sachen etc. inbegriffen sind. Assistenten haben oft sehr abwechslungsreiche Tätigkeiten, wie Telefonie, PC Arbeit, Kundenbetreuung etc. Und die Epilepsie beeinflusst diese Tätigkeiten ja nicht. Ich denke, man sollte die Fehler nicht nur in der Gesellschaft suchen, oft können die Mitmenschen einfach nicht damit umgehen. Sie müssen dies genauso lernen, wie Du es gelernt hast, auf eine gewisse Art damit umzugehen. Also, gib nicht auf, glaub an Dich! Deinen Abschluss hast Du doch auch klasse gemeistert, wie Du schreibst also klappt das weitere auch! Du musst bei Einstellung nicht angeben, dass Du Epi hast, zumindest in Branchen, in denen die Epi keine entscheidende Auswirkung auf deine Arbeit hat. Also, Zähne zusammen beißen, Kopf hoch und weiter gehts. Nur nicht aufgeben!
LG Katja [/zitat]


ich habe im September mit meiner Ausbildung begonnen und habe im Vorstellungsgespräch nichts von meiner Epilepsie erwähnt.
Als ich dann die STelle antrat bin ich nach ca. 2 wochen zu meinem Abteilungsleiter gegangen und hab ihn aufgeklärt und hab ihm zur Sicherheit auch meine "Notfall-Tavor-Tablette" gegeben.
in meiner Arbeit wissen jetz fast alles dass ich die Krankheit habe und ich konnte nur positive Rückfragen verbuchen.
Ich wusste nicht dass so viele Leute einen ähnlichen Fall in ihrem Bekanntenkreis haben.


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