Re: kann der arzt den führerschein wegnehmen?

Katja @, Saturday, 24.01.2009, 21:52 (vor 6417 Tagen) @ Karolin

[zitat=Karolin]hallo an alle mitbetroffenen,

ich bin seit 2003 in besitz eines führerscheines, hatte auch mit anfällen keine probleme mehr nehme jeden tag 900 mg. carbamazepin, letztes jahr ist mir jedoch etwas furchbares passiert, ich hatte eine allergische alveolitis, dh.meine lunge war total dicht, ich bin nach 2 tagen koma im krankenhaus aufgewacht. nun, ich habe in der zeit starkes kortison bekommen und daruas auch wieder 2 anfälle, kurz hintereinander, das hat mich schon einmal runtergezogen, dann war ich wieder anfallsfrei ein halbes jahr bis gestern, wir haben alle eine echte virusgrippe, ich hatte 39.9 C Fieber....WUM

mein körper spielt verrückt, ich hatte doch so lange nix mehr damit zu tun.
Kann einem eigentlich ein Arzt den Führerschein weg nehmen?? Bitte helft mir!![/zitat]

Hallo Karolin,
wow, das hört sich übel an! Ich hoffe, du hast Dich etwas erholt!

Also, zum Thema Führerschein kann ich Dir sagen, dass ein Arzt Dir grundsätzlich nur eine Empfehlung aussprechen kann, also z.B. 6 Monate das Fahren zu meiden oder ähnliches. Das heißt, er selbst kann Dir den Führerschein nicht weggnehmen. Der Führerschein an sich, und damit die Fahrerlaubnis, kann Dir nur von Amtswegen entzogen werden. Allerdings kann der Arzt, soviel ich weiß, hier eine Empfehlung an die jeweils zuständige Stelle weitergeben und veranlassen, dass Dir von Amtswegen der Führerschein entzogen wird.

Grundsätzlich fährst Du mit Epilepsie stets sozusagen auf eigenes Risiko. Versicherungsrechtlich bist Du abgesichert aber was passieren kann, ist auch nicht ohne. Sollte es zu einem Personenschaden kommen, kann es passieren, dass man Dich strafrechtlich belangen kann. Nämlich wegen fahrlässiger Körperverletzung oder ähnlichem. Du bist ja gefahren, wissentlich der Tatsache, dass es zu einem Anfall kommen kann. Kann muss aber nicht passieren!

Und woher ich das weiß? Ich habe auf Grund eines Anfalls voriges Jahr 6 Monate "Fahrverbot" erhalten und hier eine Anfrage an einen Rechtsanwalt weitergegeben, da ich von Berufswegen unbedingt auf meinen Führerschein angewiesen bin.

Ich wünsch Dir eine gute Besserung und alles Gute für die Zukunft!


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