Tablettensüchtig? Teil 1

Leben mit Epilepsie ⌂, Thursday, 28.05.2009, 06:21 (vor 6293 Tagen) @ marleen
bearbeitet von Leben mit Epilepsie, Thursday, 28.05.2009, 06:27

Hallo Marleen,

da hast du ja einen extremen Tablettencocktail 2 Mittel gegen Depressionen, Angst-, Erregungs- und Spannungszustände und ein extrem müdemachendes Benzodiazepin (Larozepam) Larozepam wird auch bei Status epilepticus eingesetzt und es besteht auch ein stark erhöhtes Abhängigkeitsrisiko.

Und dann ballerst du dir noch ein Betäubungsmittel rein um deine Leistungsfähigkeit zu erhöhen obwohl du schon 2 Antidepressiva hast.
Fast klar daß du dann abends kaum zum Schlafen kommst und dir Larozepam reinpfeifst.

Hast du diese extreme Kombie jemals mit einem Arzt besprochen -- wer verschreibt dir Ritalin (Medikenet)

Ich kann deinen Arzt gut verstehen, daß er erst mal deinen Cocktail entgifften will

Mache dies aber in einer Neurologischen/Psychiatrischen Klinik mit Epilepsie-Kenntnissen.

Frage auch mal bei den Epileptologischen Kliniken nach. Sie sollten schon einiges können bei deinem Cocktail wissen.

Auch so Lamotrigin kann auch stimmungsaufhellend wirken (bzw. kann auch Unruhe und Schlaflosigkeit mitsichbringen)


Liebe Grüße

Ragnar


Medikenet = Ritalin 40mg
ist BTM (Betäubungsmittel) und wird bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) genommen.

5 mg 10 mg 20 mg 30 mg 40 mg 54 mg

Anwendung
Im Rahmen eines umfassenden Behandlungsprogramms zur Behandl. v. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Stör. (ADHS) b. Kdrn. > 6 J., wenn sich and. therapeut. Maßnahmen allein als unzureichend erwiesen haben. Die Behandl. muss v. einem Spezialisten für Verhaltensstör. b. Kdrn. durchgeführt werden. Die Diagnose sollte anhand der DSM-IV Kriterien od. der Richtlinien in ICD-10 erfolgen. Weit. Info. zur sicheren Anw.: Die spez. Ätiologie dieses Syndr. ist unbekannt. Ein spezif. diagnost. Test existiert nicht. Eine adäquate Diagnose erfordert e. Berücksichtigung med. u. spezieller psycholog., pädagog. Quellen u. des sozialen Umfeldes. Ein umfassendes Behandl.-Programm umfasst i.d.R. psycholog., pädagog. u. soziale Maßn. u. zielt auf eine Stabilisierung v. Kdrn. mit einem Verhaltenssyndrom ab, das durch folgende Sympt. charakterisiert sein kann: chron. kurze Aufmerksamkeitsspanne in der Vorgeschichte, mangelndes Konzentrationsvermögen, emotionale Labilität, Impulsivität, mäßige bis starke Hyperaktivität, geringfügige neurolog. Anzeichen u. abnormales EEG. Die Lernfähigkeit kann u.U. beeinträchtigt sein. Eine Behandl. m. Medikinet retard ist nicht bei allen Kdrn. mit diesem Syndr. indiziert, u. der Entscheidung z. Anw. des AM muss e. sehr sorgf. Einschätzung der Schwere der Sympt. des Kindes vorausgehen.

Deine 40 mg ab und zu sind schon viel

Die kognitiven Fähigkeiten eines Schülers reichen nicht mehr aus, um das immer höher gesteckte Klassenziel zu erreichen. Sollten die Eltern – und zwar nicht nur die „ehrgeizigen", sondern auch die, die ihrem Kind eine Chance geben wollen, sich in dem Leistungsfeld zu behaupten – ihrem Kind Substanzen verabreichen, um die Leistung zu steigern? Nur eine erschreckende Zukunftsvisionen? und wo stehen wir heute?
Je länger man sich mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und seiner Behandlung beschäftigt, desto häufiger tauchen folgende Fragen auf: Gibt es bereits Medikamente, die die Kinder „schlauer" bzw. leistungsfähiger machen (Schlagwort: Ritalin für das Abitur)? Welche evidenzbasierten Daten gibt es? Stellt schon die Behandlung der Kinder mit ADHS ein „cognitive enhancement" dar, eine Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit?
(Quelle: Neurologie/Psychitrie)

"Der Trend, den eigenen Körper zu optimieren, wird andauern"
Als Beispiel nannte Keller neben Schönheitsoperationen den Einsatz von Medikamenten als "Alltagsdoping". Mit dem Stimulanzmittel Ritalin werden hyperaktive Kinder behandelt. "Mittlerweile nehmen es aber auch Studenten beziehungsweise Erwachsene, die damit zum Beispiel vor einer Prüfung oder einem wichtigen Arbeitstermin ihre Leistungsfähigkeit erhöhen wollen." (Auszug) aus http://www.aerztezeitung.de/suchen/?query=ritalin&sid=536525


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