Erfahrung mit der Absetzung von Antidepressiva

püppy482, Teltow, Wednesday, 09.09.2009, 10:59 (vor 6189 Tagen) @ Anton

Hallo,

ich kann Deinen Ummut über die Nebenwirkungen verstehen. Du hast nicht geschrieben, ob Du anfallsfrei bist oder nicht. Denn depressiv wird man nicht von alleine. Grundsätzlich würde ich sagen, dass die drei Mittel ein Paket sind, das Dein Neurologe für dich zusammmengestellt hat. Ein Mittel davon auf einmal nicht mehr zu nehmen, stellt aus meiner Sicht ein Risiko dar.

Nebenwirkungen können noch Wochen nach dem völligen Ausdosieren auftreten. Bei Anfallsfreiheit solltest Du auf jeden Fall mit dem Arzt reden und ihn fragen, ob er dir nicht ein besseres „Paket“ schnüren kann, damit Du Deiner Arbeit nachgehen kannst.

Tabletten sollten das letzte Mittel bei psychischen Störungen sein. Vordergründig sollte eine Psychotherapie stehen, möglichst ambulant, wenn sie nicht hilft, auch stationär. Antidepressiva sollten begleitend dazu genommen werden, aber nicht dauerhaft. Auch dieses Thema besprichst Du am besten nächstmal mit Deinem Arzt. Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, das bald eine Lösung gefunden wird.

Liebe Grüße
Anton

Hallo Anton,
danke für deine schnelle Antwort. Ich muß sagen seit dem ich gestern meinen Artikel geschrieben habe geht es mir jetzt schon besser.:-) Ich nehme AD seit 2006 nachdem ich meinen ersten Anfall hatte. Vor ca. 2 Monaten habe ich noch Sertralin genommen und dann auf Solvex umgestellt, wegen NW. Nach Absprache mit meinem Neurologen, habe ich sie nun nicht mehr genommen. Er meinte, da ich sowieso morgens nur noch ne halbe genommen habe ist es kein Problem. Habe auch bald einen Termin bei einem Epileptologen um mich beraten zu lassen (es gibt ja so viele neue Preparate), da mein Neurologe auch schon sagte er ist mit seinem Latein am Ende. Außerdem ist er nur noch da um mir meine Tabl. zu verschreiben. Ich habe nicht häufig Anfälle, meinen letzten richtigen hatte ich im Feb.09 und jetzt vor kurzem mehrere Auren (Anfälle ohne krampfen). Danach kommen dann immer die Depris und Ängste bei mir. Auch jetzt mit den NW war es so ich habe immer drauf gewartet das ich umfalle. Meine Familie, mein Mann der immer zu mir steht und Freunde haben mich auch schon aufgebaut, es war vorher noch schlimmer. Du kennst bestimmt den Satz "anderen geht es noch viel schlechter."
Um eine neue Psychotheratie muß ich mich jetzt mal auf die Suche machen. Hatte schon mal eine aber es lief auf was ganz anderes hinaus. Die war wahrscheinlich nicht auf Epi spezialisiert und hat das Thema verfehlt was ich ihr auch gesagt habe. Also danke nochmal LG püppy482


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