Diagnosestellung Epilepsie so schwierig

Sim, Wednesday, 30.09.2009, 22:36 (vor 6167 Tagen)

Ich (37 J. / weibl.) hatte seit ca. 2 Monaten extrem hohen Blutdruck, Benommenheit, halbminütige Sprachblockaden, Blackouts mit kurzem Bewusstseinsverlust, Schweissausbrüche (Haare waren ohne körp. Belastung klatschnass) 2002 war schon einmal ein sehr langsames auffälliges EEG geschrieben worden. Ich hatte während der Messung aber gerade einen schlechten Tag voller Anzeichen.

Nun wurden aktuell in einem Schlafentzugs-EEG Spike-Waves nachgewiesen. Das normale EEG am Vortag war in Ordnung. Ich selber in gutem Zustand. Im Kopf-MRT fanden sich zahlreiche Läsionen (Herde) die für Durchblutungsstörungen und einer nun daraus resultierenden Überreizung des Gehirns verantwortlich gemacht werden.

Am Ende meines stationären Aufenthaltes stand die Diagnose symptomatische Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen. Ich musste nun mit Keppra anfangen. Derzeit, weil ganz neu, mit 500mg morgens und abends. Soll noch erhöht werden.

Nun erfuhr ich von einem anderen Neurologen (OA), dass eine solche Diagnosestellung der Epilepsie nicht ganz so einfach bzw. mit Vorsicht zu geniessen wäre. Schon gar nicht einfach aus einem Schlafentzugs-EEG.

Ist die Diagnose-Stellung so schwierig?

Wie wurde die Epilepsie bei Euch gesichert?


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