Wer hat Erfahrungen mit einer Op gemacht?
Hallo Micha,
nachdem ich über einen langen Zeitraum mit verschiedenen Antionvulsiva nicht anfallsfrei wurde, hat mein Neurologe, er ist früher in einem Epilepsie-Zentrum beschäftigt gewesen, eine Verbindung zu einer solchen Klinik hergestellt.
Ich hatte alle Röntgenbilder und Arzberichte mitzubringen. Der Epilepsie-Chirurgie geht die päoperative Intensiv-Diagnostik voraus. Dieses Monitoring dauert meistens 10 Tage. Dabei laufen während der ganzen Zeit die Ton- und Filmaufnahmen sowie das EEG synchron. Anhand dieser Untersuchungen und dem Strukturellen MRT entscheiden die Ärzte, ob ein Eingriff in Frage kommt oder nicht.
Der operative Eingriff ist an folgende Voraussetzungen geknüpft.
A) Der Betroffene ist durch die Krankheit in seinem beruflichen Fortkommen und in seiner privaten Entwicklung eingeschränkt.
B) Die Krankheit stellt für ihn eine nicht hinzunehmende Verminderung der Lebensqualität dar.
C) Durch drei Mittel der Wahl ist eine befriedigende Lösung nicht gefunden worden.
D) Es wird unterschieden zwischen generalisierten und fokalen Anfällen. Operieren lassen sich nur die Herd-Epilepsien, bei denen das Anfallsgeschehen von einem Fokus ausgeht.
E) In den präoperativen Untersuchungen wird genauestens festgestellt, ob ein Eingriff ohne neurologische Defizite erfolgen kann.
Die Operation habe ich als nicht schmerzhaft empfunden. Am Tag danach war ich schon wieder in der Lage, das Bett zu verlassen. Auch in den nächsten Tagen ging es mir gut. Nach 3 Tagen ist der Turban entfernt worden und die Wunden wurden gepflastet. Ich war in der Lage, größere Strecken spazieren zu gehen. Zehn Tage nach dem Eingriff sind die 20 Klammern entfernt worden.
Bis auf das fehlende Kopfhaar habe ich danach nicht anders ausgesehen. Die Wunde ist relativ schnell verheilt. Nach 14 Tagen wurde ich entlassen. Danach war ich noch 5 Wochen in einer Reha-Klinik. Eine Krankschreibung habe ich für 10 Wochen nach dem Eingriff erhalten.
Hinsichtlich der Wiedereingliederung in das Berufsleben war es so, dass ich im ersten Jahr danach eine 1/3-Stelle besetzen konnte und dann 2 Jahre halbtags tätig war. Danach lief alles wieder ganz normal.
Auch gut drei Jahre danach habe diesen Schritt nicht bereut, mir ist damit ein neues Leben geschenkt worden. Ich nehme noch die Medikamente und werde mir mit dem völligen Ausdosieren Zeit lassen. Ich bin seit gut drei Jahren anfalls- und aurenfrei. Diese Entwickung führe ich auf eine solide Lebensweise und auf die weiterhin regelmäßige Tabletteneinnahme zurück. Ich kann nur jedem empfehlen, dem Fachärzte den Engriff vorschlagen, davon Gebrauch zu machen.
Viele Grüße
Anton
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Micha,
13.10.2009, 15:16
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- Wer hat Erfahrungen mit einer Op gemacht? - olli, 16.10.2009, 14:35
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Feli75,
19.10.2009, 21:30
- Wer hat Erfahrungen mit einer Op gemacht? - joeta, 20.10.2009, 20:43
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- Wer hat Erfahrungen mit einer Op gemacht? - Mondenkind, 03.11.2009, 18:22