HILFE!!!! DIAGNOSE EPILEPSIE und das so kurz vor dem Abitur
Hallo Caroline,
gern hätte ich ein paar persönliche Worte zu Deiner Situation geschrieben, mir fehlt im Moment leider die Zeit. Das Gymnasium hat drei Stufen, Du bist in einer hängengeblieben, da sehe ich kein Problem. Vordergründig sollte Deine Gesundheit sein. Aus dem Grunde gebe ich dir folgende Zeilen mit der Hoffnung, dass sie dir weiterhelfen. Ich wünsche eine Verbesserung der Gesundheit und einen guten Weg.
Es grüßt dich herzlich
Anton
Wie kann ich die Zahl der Anfälle bis auf ein Minimum reduzieren und dabei dem Arzt und mir selbst helfen?
a) Die regelmäßige Medikamenteneinnahme ist das A und O einer erfolgreichen Therapie.
b) Änderungen der Tabletteneinnahme sollten grundsätzlich nur in Absprache mit dem Neurologen erfolgen.
c) Abweichungen der Wirksamkeit von Generika und Re-Importen im Verhältnis zu den Originalmedikamenten sollten dem Arzt mitgeteilt werden.
d) Ein Anfallskalender sollte sorgfältig geführt werden.
e) Von Angehörigen oder sonstigen Dritten sollte der Anfallsablauf genauestens aufgeschrieben werden. Anhand dieser Aufzeichnungen (u. U. auch Videoaufnahmen) sieht der Arzt, welcher Anfallstyp es ist und kann besser therapieren.
f) Auf Alkohol sollte möglichst ganz verzichtet werden, ebenso auf Flackerlicht in der Diskothek.
g) Für den Schlaf gilt: Erstens darf es nicht zum Schlafentzug kommen und zweitens sollte der Schlaf-/Wachrhythmus eingehalten werden.
h) Ein Besuch alle Vierteljahr beim Neurologen ist sinnvoll.
i) Die Einhaltung der Richtlinien „Epilepsie und Führerschein“ ist Gesetz.
j) Die Behandlung sollte nur durch einen Facharztes für Epilepsie erfolgen.
Sehr wichtig ist der Facharzt.
a) Der Neurologe kann der Ansprechpartner sein. Er hat Grundkenntnisse auf allen Gebieten der Neurologie. Er versteht zwar die Zusammenhänge zwischen den neurologischen Erkrankungen, Kenntnisse über das Fachwissen von Anfallsleiden hat er nur wenig. Er kann zwar das Krankheitsbild Epilepsie bestimmen, viel mehr aber nicht.
b) Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat haben haben eine Zusatzausbildung für Epilepsie. Oft haben sie als Arzt in Epilepsie-Ambulanzen oder Epilepsie-Zentren ihre Arbeit versehen. Sie verfügen über Grundkenntnisse der Epileptologie.
c) In den Epilepsie-Ambulanzen finden wir Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat und Epileptologen. Sie arbeiten im Team und tauschen sich aus. Den Vorteil haben die Patienten.
d) Die Epilepsie-Zentren zählen schlichtweg zu den besten Kliniken für Anfallskranke. Dort haben es die Ärzte, überwiegend Epileptologen, täglich mit Epilepsie-Kranken zu tun. Sie sind fit auf allen Gebieten dieses Krankheitsbildes und auch in der Lage, andere Fachrichtungen mit einzubeziehen.
Gute Fachärzte, egal ob Frauenärzte oder Epileptologen, arbeiten interdisziplinär, sie kennen die Wechselwirkungen zwischen Antikonvulsiva und Verhütungsmitteln. Sie wissen außerdem Bescheid über das Thema Schwangerschaft und Antikonvulsiva.
„Die operative Therapie“
Sollte trotz aller Versuche die medikamentöse Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führen, ist bei einigen Anfallsarten ein epilepsiechirurgischer Eingriff möglich. Sofern Epileptologen ihn empfehlen, kann es zu einer Verbesserung bis hin zur Anfallsfreiheit kommen. Aukünfte dazu gibt das Internet, der behandelnde Neurologe und die Epilepsie-Zentren.
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caroline20,
24.10.2009, 17:12
- HILFE!!!! DIAGNOSE EPILEPSIE und das so kurz vor dem Abitur - Anton, 25.10.2009, 10:00
- HILFE!!!! DIAGNOSE EPILEPSIE - Tom vom Berg, 27.10.2009, 04:38
- HILFE!!!! DIAGNOSE EPILEPSIE und das so kurz vor dem Abitur - Sonnenschein, 01.11.2009, 12:04