Arbeit
Hallo,
Du hast mit Deinem Beitrag ein großes Problem angesprochen und nebenher sehr gut zum Ausdruck gebracht, was dich belastet.
Ich finde, Du bist zu bewundern, hast von Kind an Epilepsie, bist gut eingestellt und es kommt kaum noch zu Anfällen. Deine Entwicklung ist noch ein Stück besser. Du fühlst dich in der Werkstatt nicht mehr ausgelastet, weil sie dich unterfordert. Das ist alles ist mutmachend und kann Beispiel für viele Betroffene sein.
Du möchtest dich bewerben. Das beabsichtigst Du in einer denkbar schlechten Zeit. Dass das so wenig aussichtsreich ist, liegt nicht an dir und Deiner möglichen Leistung. Es liegt an der hohen Zahl der Arbeitslosen. Selbst beruflich gut ausgestattete Menschen und Studenten mit Abschluss finden keine Arbeit. Soviel zur derzeitigen Lage.
Trotzdem sehe ich Möglichkeiten: Ich an Deiner Stelle würde wie folgt vorgehen. Alle Zeugnisse zusammenlegen, die von den Schulen und auch sie sonstigen Arbeitszeugnisse, einen Lebenslauf schreiben, Fotos machen lassen, von allen Unterlagen Kopien anfertigen lassen und so jede Menge Bewerbungsmappen fertigstellen. Wenn Du immer drei bis fünf Stück liegen hast, soll es reichen.
Am besten schreibst Du auch ein paar Bewerbungen vor und sprichst darin nicht von der Epilepsie und sonstigen Krankheiten, sondern schreibst auf, was alles Du kannst, was Du gerne an Arbeit verrichten möchtest und dass Du zuverlässig und ehrlich bist.
Wenn die ersten Bewerbungsmappen fertig sind und Du auch ein paar Bewerbungen (vor)geschrieben hast, lässt Du die Texte von einem Freund, der fehlerfrei Deutsch schreiben kann, durchsehen. Denn nichts ist schlimmer, als eine Bewerbung, in der Fehler sind. Bei persönlichen Vorstellungen ist wichtig, dass Du sauber angezogen bist.
Samstags zukünftig eine Zeitung kaufen. Auf alles, von dem Du meinst, es kommt in Frage, bewerben. Wenn ein Anruf reicht, nur anrufen. Das Arbeitsamt wird sich dafür interessieren, was Du alles unternommen hast, um eine Stelle zu bekommen. Ich wünsche dir weiterhin gute Gesundheit und viel Glück bei der Arbeitssuche.
Liebe Grüße
Anton
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