Mit 39 Jahren nach Unfall Epi? NunTrileptal 300????

Anton, Friday, 14.05.2010, 17:29 (vor 5942 Tagen) @ BrittaLü

Hallo Britta,

ich habe Deinen Schriftsatz zur Kenntnis genommen und schließe mich weitestgehend den Ausführungen meiner Vorredner an. Sofern ich Möglichkeiten aufzeichne, ersetzen sie keineswegs den ärztlichen Rat.

Das EEG eines Epilepsiekranken kann völlig normal aussehen, obwohl er regelmäßig Anfälle bekommt. Andererseits gibt es Fälle, in denen das EEG starke epilepsietypische Merkmale zeigt, obwohl der Untersuchte noch nie Anfälle bekommen hat. Damit will ich keineswegs die Aussagekraft der EEG-Messung schmälern, sondern sagen, dass das EEG immer nur eine Zeitaufnahme ist.

Nach Stürzen mit Kopfverletzungen, die Deine Symptome zur Folge haben, bietet sich aus meiner Sicht als erstes ein MRT an. Dieses Trauma ist eine typische Verletzung, die zu Spätfolgen führen kann. Aus dieser Sicht müsste ein hochauflösendes MRT klären, dass sich Blutgerinsel nicht anbahnen.

Wenn diese Untersuchung negativ ist, muss das Epileptische erneut geprüft werden. Dazu ist erforderlich, dass Du einen Anfallskalender führst. Das Du regelmäßig die Medikamente nimmst, dass Du die Auslösefaktoren für Anfälle meidest und auch sonst ein solides Leben führst.

Wollte ich die Zahl der neurologischen Erkrankungen hier aufführen, würde es den Rahmen sprengen. Aus dem Grunde haben wir allein für das Gebiet der Nervenheilkunde sogenannte Fachärzte. Für dich kommt in Frage ausschließlich ein Epileptologe. Nur er kann genau definieren, welche Epilepsie Du hast, ob Du überhaupt anfallskrank bist und was die richtige Therapie ist. Alle anderen Ärzte verfügen nur über Grundkenntnisse, sind nicht in der Lage, Deinen Zustand zufriedenstellend zu ändern.

Trileptal (Oxcarbazepin) und Keppra (Levetiracetam) gehören mit den neuen Antikonvulsiva. Beide Mittel sind als leistungsstark einzustufen. Es ist danach noch nichts Besseres auf den Markt gekommen. Ich nehme übrigens Keppra und Trileptal und finde es als Erholung im Vergleich zu einer Reihe anderer Antikonvulsiva.

Es gibt eine Vielzahl Medikamente, die nur in Absprache mit dem Arzt abgesetzt werden dürfen. Meistens sind es Mittel gegen chronische Krankheiten. Wenn der Patient zu Alleingängen schreitet und von heute auf morgen das Mittel nicht mehr nimmt, kann es schlimmstenfalls tödlich enden. Am Fuß meines Beitrags findest Du einen Link, der dich auf dieser Site zu einem meiner Posts führt, in dem ich die wichtigen Punkte für das Verhalten Epilepsiekranker aufgeschrieben habe.

Liebe Grüße und alles Gute
Anton

http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?mode=thread&id=49105#p49113


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