Mit 39 Jahren nach Unfall Epi? NunTrileptal 300????

Anton, Friday, 14.05.2010, 22:39 (vor 5941 Tagen) @ BrittaLü

Hallo Britta,

eine Epilepsie kann in jedem Alter ausbrechen. Ob unbedingt Kausalität zwischen dem Unfall und der Epilepsie besteht, wird man kaum noch erforschen können. Es sei denn, es gibt noch andere Anhaltspunkte.

Ich kenne das Epilepsie-Zentrum Bethel, bin im Jahr 2006 fast über drei Monate dort gewesen und habe auch heute durch Dritte damit noch zu tun. Bei dieser Klinik haben wir es mit einer der weltbesten Kliniken für das Krankheitsbild Epilepsie zu tun. Und gute Ärzte haben wenig Zeit, was sich durch lange Wartezeiten bemerkbar macht.

Das Johannesstift ist 2007 mit modernster Technik ausgestattet worden. Als Patient bin ich noch nicht dort gewesen. Nachdem ich mich in Mara 2006 erfolgreich einem epilepsie-chirurgischen Eingriff gestellt habe, bin ich im letzten Jahr schon wieder zweimal im Gilead an der Wirbelsäule operiert worden. Andere Kliniken hatten versagt und aufgegeben, da fiel mir Bethel ein. Sie haben mir durch zwei schwierige OP an der Wirbelsäule im September 2009 sehr geholfen.

Herr Dr. Ebner ist der Chefarzt des Epilepsie-Zentrums. Aber auch Dr. Hoppe und Dr. Schulz sind spitze und von ihrem Leistungen einmalig. Wenn ich Bethel so hoch lobe, dann weil ich dort gute Erfahrungen gemacht habe und von Dritten weiß, dass ihnen geholfen werden konnte. Eigentlich kann man sagen, dass alles, was sich Epilepsie-Zentrum nennt, einen hohen Standard in der Epilepsie-Behandlung hat.

Jetzt habe ich weit ausgeholt. Was wollen wir erreichen. Es geht darum, dass Du mit möglichst wenig Nebenwirkungen wieder ein normales Leben führen kannst. Dazu gehört Arbeit und Anfallsfreiheit. Ich beginne mit der Anfallsfreiheit. Ich würde mich an Deiner Stelle auf eine bestimmte Medikation festlegen. Mindestens 6 Wiochen durchhalten und wenn es dann greift und die NW auszuhalten sind, würde ich es so lassen. Ich habe großes Vertrauen zu Dr. Ebner und würde es sofort mit seinem Vorschlag versuchen. Es gibt Leute, die nehmen ein Leben lang Trileptal oder andere Tabletten und werden alt damit.

Zu Deiner Arbeit. Wenn Dein Chef dich als Gesunde eingestellt hat und Du zu Beginn noch keine Anfälle hattest, hat er überhaupt kein Recht, dich zu entlassen. Wenn er dich eingestellt hat, bei der Vorstellung nicht nach Krankheiten gefragt hat, und Du nichts gesagt hast, hat er ebenfalls kein Recht zur Kündigung. Obwohl es im zweiten Fall streitig sein könnte. Genau belegen könnte es die Krankenkasse bzw. der Arzt, der dich das erste Mal gegen Epilepsie behandelt hat. Wegen der Kündigung würde ich einen Anwalt aufsuchen und ihn fragen, ob Du Prozesskostenhilfe erhalten kannst oder nicht. Dann könntest Du ohne Risiko nur gewinnen. Ich wünsche dir viel Erfolg.

Liebe Grüße
Anton


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