Keppra und Depressionen

Anton, Wednesday, 02.06.2010, 12:18 (vor 5923 Tagen) @ Yvonne

Hallo Yvonne,

ich kann dich verstehen, aber hast Du schon mal versucht, das Mirta zu erhöhen? Ich nehme es erst seit kurzer Zeit und habe meine Erfahrung damit geschildert. Unruhige Beine sind eine mögliche NW, ich habe sie gottseidank nicht. Wie sie wegzubekommen sind, weiß ich nicht. Ich würde nur auf keinen Fall das Keppra weglassen. Es ist aus meiner Sicht wirklich spitze.

Und noch mal zum AD. Ich habe vor vielen Jahren mal Fluctin genommen. Es hat sofort zu einem Anfall geführt. Was das Schlafen angeht, weiß ich von einigen Patienten, dass sie die Einnahmezeit abends um ein oder zwei Stunden vorverlegt haben. Das soll schon etwas bringen. Ich habe es probiert, und es stimmt.

Und Deine Depression: Ist sie wirklich da oder dichtet man sie dir an? Denn das Keppra lässt einen Klartext reden, das können einige unserer Mitmenschen nicht verstehen und halten uns für depressiv. Ich finde, Anfälle machen depressiv. Anfälle und das, was die Folge ist. Wenn Du längere Zeit keine Anfälle bekommst, könnte doch die Chance bestehen, dass sich die Depression auflöst.

Liebe Grüße
Anton

PS.: Ach ja, ich nehme das Mirtazapin weniger gegen eine Depression, sondern gegen chronische Schmerzen. Es hat neben der antidepressiven Wirkung auch noch die analgetische. Bin vor eineinhalb Jahren auf dem Radweg angefahren worden, habe mir das Genick gebrochen, bin zweimal verschraubt worden und habe immer noch Schmerzen. Mein Kopf wird mittlerweile von 4 Titanschrauben gehalten, wenn ich unglücklich falle, bin ich tot. Das alles macht Schmerzen und erzeugt Unruhe.

Wie sieht es mit dem Tumor aus? Bonn gehört zu den ganz guten Kliniken, aber es gibt bessere. Ich bin gestern vor 4 Jahren in Bethel operiert worden und anfallsfrei.


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