Weiß keinen Rat mehr

Anton, Saturday, 08.01.2011, 22:23 (vor 5701 Tagen) @ SyKaAnRa

Hallo,

ich sehe, Du machst viel mit. Tut mir sehr leid. Du hast es sehr gut beschrieben. Ich gehe davon aus, dass Deinem Mann die Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt bekannt sind. Was Du beschreibst, könnten epileptische Anfälle sein. Ganz typisch ist das Krampfen und sind die Myoklonie.

Dein Mann gehört zu einem Facharzt. Da reicht nicht der Neurologe alleine. Wie und wo Du ihn findest, steht unter dem Beitrag „Wichtig ist der Facharzt“.

Der Link darunter führt dich zu einem weiteren meiner Beiträge, in dem auf die wichtigen Regeln für Epilepsie-Kranke eingegangen wird.

In dem Artikel „Sturmflut und Epilepsie“ erkäre ich, wie wichtig die regelmäßige Einnahme der Tabletten ist. Eine Bemerkung im Moment noch. Ein unauffälliges EEG bedeutet nicht, dass er keine Epilepsie hat. Auffälligkeiten im MRT, die auf eine Epilepsie hindeuten, kann nur ein Radiologe finden, der sich auf dem Gebiet der Epileptologie bestens auskennt.

Liebe Grüße und alles Gute für Deinen Mann
Anton

Strurmflut und Epilepsie

Epilepsie und die Sturmfluten an der Nordsee haben eins gemeinsam. Sie können gefährlich werden und sogar Menschenleben kosten. Wer sich nicht ausreichend schützt, begibt sich in Gefahr. So wie die Deiche an der Küste bei Sturm das Wasser zurückhalten, bauen Medikamente gegen Epilepsie eine Wand auf, den Wirkstoffspiegel, um die Anfallsschwelle so hoch zu halten, damit das „Gewitter im Gehirn“ nicht mit Anfällen in Aktion treten kann.

Wenn die Einnahme vergessen wird, kommt es zum Absinken der Anfallsschwelle. Der Patient ist ohne Schutz. Die Gefahr neuer Anfälle droht. Die Schwelle bleibt nicht weit genug oben, um alle Ansätze neuer Anfälle zu verhindern.

Was soll damit gesagt werden? Medikamente gegen Epilepsie sind nicht vergleichbar mit Kopfschmerzmitteln. Sie haben eine andere Funktion und müssen dauerhaft genommen werden, damit der Wirkstoffspiegel oben bleibt. Während Kopfschmerzmittel im akuten Fall genommen werden, haben Antikonvulsiva mehr eine präventive Wirkung und dürfen nie vergessen werden.

Bei hundertprozentiger Einhaltung der Medikation bedeutet ein zu niedriger Wirkstoffspiegel im Blut, dass die Tablettenmenge erhöht werden muss.

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Wichtig ist der Facharzt
http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?mode=thread&id=53383#p53411


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