fotogene Epilepsie / Führerschein steht an

Sorran, Saturday, 16.04.2011, 01:18 (vor 5604 Tagen)

Hallo Zusammen,
ich habe einen 17 jährigen Sohn, der vor 6 Jahren einen Anfall erlitten hat, als er den Fernseher ausschalten wollte. Da der Notarzt und das Krankenhaus auf Schwindel zwecks Kreislaufproblemen getippt haben, wurde nicht sofort festgestellt, was mein Sohn tatsächlich hat. Prompt passierte eine Woche später das Gleiche noch einmal. Der Sanitäter kannte meinen Sohn vom 1. Anfall und dadurch tippte man nun doch auf eine andere Ursache und brachte ihn in eine Kinderklinik. Dort stellte man fest, dass er unter einer fotogenen Epilepsie leidet. Der behandelnde Arzt erklärte uns im Gespräch, dass man die Auslöser gut einschränken und vermeiden könnte. Im Einvernehmen mit ihm haben wir auf eine medikamentöse Behandlung verzichtet. Bedingung war, dass wir 1 x jährlich ein EEG machen lassen. Rund 9 Monate später erlitt unser Sohn wieder einen Anfall als er an einer großen Spielekonsole spielte. Wir gingen dann erst rund 3 Monate später zum Arzt und das EEG zeigte, dass unser Sohn immer noch auf verschiedene Reize reagierte. Der Arzt wies uns darauf hin, dass, wenn wir weiterhin auf Medikamente verzichten wollen, in einigen Jahren der Führerschein ansteht und spätestens dann entschieden werden muss, ob es wirklich ohne Medikamente geht. Seit dieser Untersuchung vor 5 Jahren waren wir bei keiner Kontrolle mehr (unser Sohn hat sich strikt geweigert und ich drückte mich auch davor, weil ich Angst vor einer Entscheidung hatte) und er hatte seit dem auch keinen Anfall mehr. Jetzt hat er mit seinem Führerschein begonnen und nächste Woche soll er seine 1. Fahrstunde absolvieren. Bei mir kommen nun die alten Ängste hoch und ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll. Am liebsten wäre es mir, ich könnte selber testen, ob er noch auf die Reize reagiert. Gibt es da Möglichkeiten? Ich scheue mich vor einem EEG, denn ich wüsste nicht, ob ich als "Gesunder" da nicht auch reagieren würde. Und das Einstellen auf Medikamente widerstrebt mir - schon allein wegen der Nebenwirkungen - ungemein. Schließlich war ja nun auch seit 5 Jahren nix mehr. Was würdet Ihr mir raten?


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