nach 10 Jahren wieder Anfälle, Abklärung Bonn

Mondenkind, Sunday, 15.01.2012, 12:03 (vor 5329 Tagen) @ christiane

Hallo Christiane,

ich bin neu hier und habe mal ein paar Fragen

erst einmal "Herzlich Willkommen hier im Forum":-).
Deine Fragen versuchen wir natürlich mit besten Wissen und Gewissen zu beantworten. :-)

Als ich es festgestellt habe, dass sich da wieder was anbahnt bin ich wider nach Bonn gegangen.

Das was schon mal eine gute Entscheidung. In Bonn bist du gut aufgehoben.

Wisst ihr wie lange ich ungefähr für so eine stationäre Abklärung einplanen muss und was da so alles gemacht wird???

Alles im allen hat es bei mir insgesamt etwas über ein Jahr gedauert (von 4 - 14 Tagen war alles dabei), die Reha mal außen vor gelassen.

Aber mal von Anfang an:
Da bei mir im Winter 2007 die Anfälle plötzlich wieder tagsüber kamen (über 5 Jahre nur nachts, konnte den Führerschein machen, hatte meine erste Arbeitsstelle nach dem Studium etc. was also eigentlich rundum zufrieden.) meinte mein Neurologe, dass es das beste für mich wäre, wenn ich in eine Reha nach Bethel fahre. Dort war ich dann im Sommer 2008 für 4 Wochen. Da wurden dann schon einige Untersuchungen (z.B. EEG, MRT, neuropsychologische Untersuchungen etc.) gemacht, dann noch einige nach der Reha (z.B. weitere neuropsychologische Untersuchungen, WADA-Test etc.). Sie stellten bei mir eine Vernarbung am linken Hippocampus fest, der auch operabel ist.

Ich holte mir auf Anraten eine Zweitmeinung in Bonn. Dies bestätigte mich aber nur noch mehr, dass ich um eine OP nicht herumkomme. Diese fand am 14.09.2009 statt - mein letzter Anfall war 3 Tage vorher.

Medikamente muss ich immer noch einnehmen, aber weniger. Das liegt vor allem daran, dass mein Hippocampus nicht vollständig entfernt wurde (die Gefahr war zu groß, dass das Sprachzentrum "angegriffen" wird). Aber mir geht es gut damit. Am Anfang nach der OP war ich ziemlich platt, konnte mich auch nicht mehr so gut konzentrieren (mehr wie 6 Std. Arbeiten ging einfach nicht), aber auch das ist besser geworden. Zudem haben mein Mann und ich uns endlich einen Wunsch erfüllt: Ende April, Anfang Mai werden wir zum ersten Mal Eltern. :-D

Das nur so in Kurzfassung, wenn du noch Fragen hast kannst du gerne fragen.

Wie groß sind die Chancen, dass eine OP möglich ist???

Das können dir leider nur die Ärzte sagen. Das liegt an jedem selber, was festgestellt, ob was festgestellt wird etc.

Bei mir war die Wahrscheinlichkeit 80 % auf Anfallsfreiheit und 95 % auf Besserung.

Sobald ich mal feiern war (ohne Alkohol) ist der nächste Anfall nachts vorpragrammiert und der nächste Tag mit Kopfschmerzen...

Das hatte ich zum Teil auch, wenn ich müde bin / war muss ich ins Bett, ich sag da immer "Bei anderen kommt nach müde doof, bei mir kommt nach müde Anfall", und wenn ich um 23:30 h / 0:00 h ins Bett muss, dann ist es eben so - selbst auf der eigenen Feier...

Hoffe,es ist nicht zu lange geworden.

Dito ;-)

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)


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