Ich habe angst ....:-(((((((((((

mezeg, München, Wednesday, 04.07.2012, 19:01 (vor 5157 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind

Jetzt weiß sie es hoffentlich besser?? ;-)

Ja, sie weißt es nun!

Ihr Kommentar dazu:
"Um einen Epileptiker mitzuschleppen, ihm zwei Finger in den Mund stecken und... festziehen!" :-D

Den Stab hat sie mir in den Mund geschoben, nachdem sie - endlich! - ihre Finger frei bekommen hatte. Letztere haben gut zwei Wochen noch geschmerzt:-(
Das war wohl sofort, bevor sie überhaupt zum Telefon kam, sie rief auch zuerst 110, wurde dann auf 112 umgeleitet, was natürlich Zeit kostete.

Dass ich Epilepsie habe, ist eine neue Situation. Ich hatte beide Töchter erst informiert, als es sich sechs Monate nach der OP durch den ersten Grand-Mal tagsüber rausgestellt hat, dass die Narbe nun die Rolle des Meningeoms übernommen hat. Wenn auch nur tagsüber. Im Prinzip durch das Anti-Epileptikum beherrschbar, die Dosis war dann wohl noch zu schwach. Die zwei ersten Grand-Mal erfolgten, als ich alleine in der Wohnung war, ich dachte nicht, dass es "im Publikum" erfolgen würde und kam nicht auf die Idee, ihr ein paar Richtlinien zu erklären.

Ich hatte persönlich vor etlichen Jahren einen Grand-Mal miterlebt, es war bei einer RK-Feier und so konnte ich zusehen, wie die Sanitäter um den am Boden gestürzten krampfenden Mann rumknieten aber ihn nicht anfaßten. Erst als er wieder das Bewußtsein erlangte, sprachen sie ihn beruhigend an. Vielleicht habe ich einfach vermutet, dass dieses Elementarwissen allgemein bekannt ist.

Die Sanitäter hatten mich ins Wohnzimmer auf einen bequemen Sessel "wie einen naßen Kartoffelsack" (O-Ton) getragen, gewartet, dass ich wieder an die Oberfläche kam. Dann hat mich der eine ganz sanft angesprochen, er kniete auch neben mir, wohl um zu deuten, dass er keine Gefahr darstellt. Mein erste Gedanke, als ich ihn wahrnahm, war: "Mann in rot = Rettungssanitäter" und gleich auf seiner "Marke" geschaut, um zu sehen aus welchem Verein.

Ich wollte nicht ins Krankenhaus, nur am gleichen Abend die Dosis vorschriftsmässig erhöhen und eventuell bereits am nächsten Tag den Neurologe konsultieren aber es war zu schwierig gegen die zwei Sanitäter und die zwei Töchter durchzusetzen, dass ich nur in Ruhe gelassen werden soll.

Die jüngere Tochter hatte zwar nicht das notwendige "medizinische" Wissen, war bestimmt "überspannt" vor der Situation, blieb aber beherrscht und vollkonzentriert auf der Suche nach einer Lösung. Es war auch noch der Tag, wo der Junge bei mir übernachten sollte. Ich wäre "wach" genug gewesen, um ihn am Abend zu empfangen, da sie mich aber ins Krankenhaus "zwangseingewiesen" hatten, blieb sie bei mir, um ihn zu empfangen, zum Italiener einzuladen und wäre nachts geblieben, wenn ich doch nicht zurückgekommen wäre. Die Beiden fanden sich auch auf Anhieb super-sympathisch, altersmässig wäre es ein Mutter-Sohn-Verhältnis, in dem Fall aber kumpelhaft.

Liebe Grüße
mezeg


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