Das Gefühl, nicht verstanden zu werden.

Meli89, Forchheim, Friday, 13.07.2012, 07:15 (vor 5148 Tagen) @ becks09

Hallo becks09,

dass was du hier geschrieben hast, kommt mir doch sehr bekannt vor.
Wo ich unter der Medikation von Topiramat stand, war alles wie weg.
Es kam zwar nicht von heute auf morgen, aber vielen Bekannten - Freunden und ganz zum Schluss mir, viel auf, dass ich keine vernünftigen und vollständigen Sätze bilden konnte. Ich hatte sehr starke Wortfindungsstörungen. Mein Kurzzeitgedächtnis ging in den Urlaub und Unterhaltungen wurden immer wieder davon unterbrochen, dass ich sehr oft nachfragen musste, um was es gerade eben ging (obwohl wir mitten im Thema waren) - bzw. was ich eigentlich eben gesagt hatte.

An der Uni Erlangen gibt es eine eigens für Topiramat erstellte Studio - wo nachweislich die 'Hirnleistung' unter diesem Medikament teilweise unter dem eines kleinen Kindes fällt. Hat mich 'damals' sehr beeindruckt und schockiert gleicher maßen.

Zu deinem Punkt mit der Arbeit.
Dass du übernommen wurdest ist doch schon mal etwas gutes.
Aber weis dein Chef denn von deiner Epilepsie? Oder 'nur' die Mitarbeiter.

Wenn er von deiner Epilepsie weis, dann sollte er es eigentlich auch verstehen können, dass man dich nicht 'unnötig' in Stresssituationen bringen sollte.

Es ist bei jedem Menschen unterschiedlich, aber ich z.B. 'vertrag' übermäßigen Stress überhaupt nicht.

Man muss sich nicht alles gefallen lassen - auch mit 21 Jahren nicht ;)

Einen schönen Tag wünsch ich dir.

Grüßle, Meli

Ps. ich bin selbst erst 22 ;)

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'Jeder von uns Menschen weis, dass die Maske hinter der wir uns verstecken, völliger quatsch ist. Früher oder später zerbricht sie, - und dann weis man, was für eine Art Mensch man wirklich ist'


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