Hallo bin neu hier

kernerin ⌂, Stuttgart, Friday, 20.07.2012, 06:19 (vor 5141 Tagen) @ bichi1103

Hallole bichi1103,

ich merkte zu 80% wenn ein Anfall kam. Ich hatte auch oft nur ein Vorgefühl (Aura), das ein Anfall kommt. Aber es kam auch zum Glück nicht immer ein Anfall. Mein Vorgefühl ist immer "ein sich fremd fühlen". Vor dem Anfall mußte ich immer überlegen, wo bin ich? Wer ist das vor mir oder bei mir? Wenn ich daran denken mußte folgte dann meist immer ein Anfall. Aber es kam auch vor, das nur das Vorgefühl da war. Da ich das Vorgefühl hatte, wurde mir auch ein "Nervus Vagus Gerät" (Eine Art Schrittmacher wegen der Anfälle)in die Brust eingesetzt. Durch das Gerät geht alle 10 Minuten starken Strom durch. Wenn Strom durch geht kann kein Anfall kommen. Wenn ich ein Vorgefühl hatte, mußte ich mit einem Magneten Strom durch das Gerät auslösen. Das konnte dan ein Anfall verhindern. Aber bei mir brachte das Nervus Vagus Gerät nichts. Da mein Vorgefühl immer zu kurz war. Meistens hatte ich den Magnet in der Hand, während der Anfall schon los ging. So sagte es mir meine Mutter. Immer war der Anfall schneller, als ich mit dem Magnet gerade den Strom auslösen wollte. Daher wurde das Gerät bei mir nach 2 Jahre danach wieder entfernt. Insgesamt wurde ich schon 3x wegen der Epilepsie operiert. Einmal wegen dem Nervus Vagus Gerät. Zweimal weil Sie bei mir ein Bestrahlungsgerät reinmachten, das den Anfallsherd durch Bestrahlung töten sollte. Aber die zwei Operationen ging beides mal schief. Da das Bestrahlungsgerät während der Operation verrutscht sein muß, das es nicht den Anfallsherd treffen würde. Das kam bei einer Kontrolluntersuchung raus. Deswegen versuchte ich die Epilepsie mit Medikamenten in Griff zu bekommen. Ich hatte Zeiten wo ich 27 Tabletten nehmen mußte, wegen der Epilepsie (pro Tag). Heute nehme ich nur noch 6 Tabletten (Keppra und Trileptal). Ich sage immer zu anderen, man darf die Hoffnung nie aufgeben.
Ich sprach immer meinen Arzt an, wenn ich ein neues Medikament kannte und noch nie hatte. Mein Arzt meinte bei mir auch, das mir das Keppra nichts bringen würde. Aber ich sagte zu Ihm, das ich es probieren will. Denn schlimmer könnte es nicht werden. Darauf probierte es mein Arzt doch mit dem Keppra. Aber durch das bin ich nun anfallsfrei. Aber das hatte auch gedauert. Denn vom Keppra nehme ich verdammt viel 4000mg. Normalerweise würden die Personen nur so 2000-2500mg vertragen. Da ich aber es gut vertragen habe, erhöhte mein Arzt die Arznei. Und seit ich es so hoch habe bin ich nun im September 5 Jahre anfallsfrei.
Durch die Selbsthilfegruppe sowie durch Veranstaltungen die der Landesverband der Epilepsieselbsthilfegruppe Baden Württemberg machte, lernte ich viel. Ebenso kam ich durch die auch im Jahr 2008 darauf, das ich 3 Tabletten vom Zentropil umsonst nehmen würde. Denn das Keppra frist das Zentropil auf. Das lernte ich auf einem Seminar. Darauf sprach ich meinen Arzt an und sagte das ich das Zentropil entziehen will und sagte Ihm, das mir zu Ohren gekommen ist, das es sich mit dem Keppra nicht vertragen würde. Mein Arzt wußte davon nichts. Aber er probierte das Zentropil dannn zu entziehen. Trotzdem bekamm ich keinen Anfall. Daher sprach ich immer meinen Arzt an, wenn ich was neues durch die Selbsthilfegruppe hörte. Und jetzt bin ich zum Glück anfallsfrei. Also, nie aufgeben!


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