Rechtliche Frage für... danach

mezeg, München, Wednesday, 05.09.2012, 20:23 (vor 5094 Tagen) @ huge88

vielen Dank für all Deine Informationen, habe gründlich darüber nachgedacht.

Ja, der Notar wäre wohl der sicherste Weg. Ich sehe aber dabei zwei Probleme:

a) wenn das Testament begläubigt und hinterlassen ist, läßt es sich nicht ohne weiteres ändern / ergänzen. Ich hoffe weiterhin auf eine Verbesserung der Familienverhältnisse - auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür gering ist. Dann wäre ein Testament überflüssig.

b) eigentlich mein Kernproblem. Egal wie fachmännisch der Notar alles geregelt hat, kann das Testament doch nicht angefochten werden, mit der Begründung, daß ich als Epileptikerin nicht / nicht immer richtig ticke und daß der Notar es nicht zwangsläufig gemerkt haben kann? Weder ist er Neurologe noch kennt er mich. Kann er also "getäuscht" worden sein und somit wäre das Testament wertlos.

Durch das Grübeln ist mir aber eingefallen, daß ich doch einen "Joker" habe: Die Frau eines Neffen hat Notariat studiert und arbeitet in der Branche, sie könnte beim Thema Geistesverwirrung / Epilepsie usw. Erfahrungen gemacht haben. Und der Neffe ist Arzt, kann also das medizinische Wissen dazu bringen und an Schweigepflicht ist er ohnehin gebunden. Ich kontaktiere die beiden.

In der Zwischenzeit setze ich ein olographes Testament auf, habe bereits einen Entwurf niedergeschrieben und läßt es von Freunden bezeugen: Sie kennen mich seit 40 Jahren und würden die leichteste Änderung in meinem Verhalten sofort bemerken.


Es dürfte sowieso keine große Begeisterung geben, dieses Dokument anzufechten, eine Flick-Erbschaft ist nicht zu erwarten. :-D :-D :-D :-D


Aber irgendwas muß ich machen, um mir diese erdrückende Idee aus dem Kopf zu verjagen. So habe ich zumindest etwas niedergeschrieben.

Danke Dir!


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