meine Tochter (16) Janz Epilepsie und 28.SSW!

Honesty12, Friday, 19.10.2012, 12:23 (vor 5050 Tagen)

Hallo Ihr Lieben,
kurz zusammengefasst. Im März 2010 hatte meine Tochter (damals 14) ihren ersten Krampfanfall daheim in der Dusche. Ich rief die Rettung und das EEG im KH war schon pathologisch. Dennoch besuchte ich privat einen Neurologen und Kinderfacharzt um eine ordentliche Diagnose zu erhalten. Der Arzt damals meinte, nach einem Anfall würde er mit einer Mediaktion zuwarten, passirte bis zum 2. Anfall im Mai 2010 nichts. Dann wieder EEG und MRT, der Arzt verschrieb Lamotrigin, wir warteten den ganzen Sommer. Im September dann ein weiterer heftiger Grandmal Anfall mit Spitalsaufenthalt. Wir wechselten auf Emfpehlung zu einer Ärztin in Wien, spezialisiert auf Epi-Kinder. Diagnose: Janz Epilepsie. Eindosiert auf Keppra, bei Bedarf Stesolid (haha, wie soll das gehen bei einem großen 14,5 jährigen Mädchen).
Es waren ein paar Monate Pause, die Myoklonien verschwanden weitestgehen. Nebenwirkungen machten meiner Tochter zu schaffen, speziell die Müdigkeit und Kopfschmerzen waren sehr belastend.Nach einigen Monaten jedoch wieder Anfälle, zusätzlich eindosiert auf Lamictal.

Meine Tochter hatte trotz Medieinnahme alle paar Monate einen Grandmal Anfall, meistens um die Tage ihrer Menses, ich sehe hier einen eindeutigen Zusammenhang mit ihrem Hormonhaushalt, Ärzte sind (wie oft) skeptisch.
Dann hatte mein Kind ihren ersten Freund (bekam ohne mein Wissen, sie ja über 14 die Pille verschrieben). Ich erlaubte ihr über Nacht bei ihm zu sein, ich brachte sie nach Wien, kannte die Eltern, sie durfte auch ausgehen, einsperren wollte ich sie nie, Bedingung war, dass jemand in der Nähe war, der über Maßnahmen Bescheid wusste bei Anfall.
Heuer Ende Jule, ein Krampfanfall daheim auf dem WC, ich rufe Rettung, auf der Unfall noch im Rettungssessel weiterer Krampfanfall, danach Schockraum (Dormicum iv), dann Kinderabteilung, nächster Anfall, dann weiterer, Monitoring Intensiv. Dort Zufallsnebenbefund Schwangerschaft.
SCHOCK
Mein Kind war so fertig, sie dachte mehrfach an Selbstmord und lehnte am Anfang das Kind und die Schwangerschaft total ab.
Sie wollte sich selbst etwas antun, und daher wurde sie verlegt auf eine neuro Abteilung, wo wir den Primar kannten. Nach eingehenden Gesprächen gab er ihr eine medizinische Indikation für einen späten Abbruch.

Ich ging mit ihr zu einer Beratung und eine meiner Schwestern, die Ärztin ist, erklärte ihr, dass in der 16. SSW das Kind normal/vaginal nach einer Einleitung zur Welt gebracht werden müsste.

Ich sagte ihr, dass ich die Entscheidung ihr überlassen würde, da es ihr Kind sei. Meine Einstellung zu Abtreibung kannte sie.
Nach ein paar Tagen kamen schon zaghafte frage, wie (O-Ton):-D fett sie denn würde, und dass sie auf keinen Fall stillen würde (das will sie nach wie vor nicht:-( ,aber
sie würde ihr Baby bekommen.
Ich war überglücklich auch wenn ich wusste, die richtigen Probleme kämen noch.
Keine Unterstützung des Kindsvaters und seiner Familie (obwohl die am Anfang alles versprochen hatten), Schule ade für den Moment, finanzielle Sorgen bis heute, aber
Little One (Bub) kommt bald.

Meine Tochter darf nach letztem Neurostatus vaginal entbinden.
Ich werde dabei sein und habe große Angst vor Komplikationen. Wer hat Erfahrung?

Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich mehr Bindung zu dem Baby entwickle als meine Tochter. Das macht mir auch Sorgen und ich bin richtig traurig.
Sie wirkt so distanziert, oder freut sie sich heimlich.
Ich mache mir Vorwürfe, dass sie total überfordert ist und sich gar nicht sicher ist, ob sie das Baby wirklich will. da könnte ich echt heulen.

Wer weiß Rat:-|


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