to OP, or not to OP
Hallo Ingoismus,
was mich wirklich interessieren würde ist, ob es hier auch Leute gibt die operiert wurden und danach Anfalls und Beschwerdefrei sind.
Meine OP war am 14.09.2009 - meinen letzten Anfall hatte ich drei Tage vorher. Beschwerden habe ich keine - meine Vergesslichkeit ist nicht besser geworden, aber auch nicht schlechter.
Ich habe hier und auch in anderen Foren schon so einiges gelesen von Leuten die operiert wurden, doch noch nie so was wie, seid der OP, geht es mir wieder gut, die Epilepsie ist weg und ich kann ein ganz normales leben führen.
Dann hörst / liest du es jetzt: Es geht mir gut, meine Epilepsie ist (nach heutigem Stand) weg und ich kann ein normales Leben führen, d.h. ich kann Auto fahren - kann mich nach Lust und Laune mit Freunden treffen, egal ob sie 2, 20 oder 200 km entfernt wohnen. Das heißt aber auch, ich muss keine Angst haben, dass ich unterwegs mit meiner Tochter (knappes halbes Jahr) einen Anfall habe und sie dann plötzlich alleine irgendwo (im Kinderwagen) steht.
Viele, so habe ich den Eindruck, müssen nach der Op,(je nachdem wo operiert wurde) vorher normale Dinge, wieder neu lernen.(Motorik,Sprache,Konzentration)
Das mit der Konzentration stimmt - ich kann keine 8 Stunden mehr am Stück arbeiten, nur noch etwa 6 Stunden. Wobei das mittlerweile auch anders sein könnte... Das Gehirn braucht 2 bis 3 Jahre um sich zu erholen. Aber ich habe etwa 2 Jahren nicht mehr gearbeitet (erst arbeitslos, dann schwanger, jetzt Elternzeit...), aber ansonsten geht es mir sehr gut und es gibt ehrlich gesagt schlimmeres... Und das hat man mir vorher angekündigt, dass es sein kann - und ich habe mir gesagt, lieber 6 Stunden arbeiten mit Aussicht auf Anfallsfreiheit als 8 Stunden arbeiten und ständige Angst vor Anfällen.
Oft lese ich auch, das es nach Jahren wieder zu Anfällen kommt und wieder Medis genommen werden müssen.
Wie gesagt, bisher kann ich sagen, dass sich meine OP gelohnt hat. Ich habe meine längste anfallsfreie Zeit, seit meine Epilepsie aufgetreten ist (1996). Medikamente muss ich weiterhin einnehmen (Carbamazepin), was aber bei mir daran liegt, dass sie nicht meinen kompletten Hippocampus entfernen konnten - es war zu gefährlich fürs Sehzentrum. Aber ich nehme weniger Medikamente wie vor der OP ein (Keppra und Oxcarbazepin).
Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du dich gerne melden.
Lieben Gruß
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Ingoismus,
22.10.2012, 15:27
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Mondenkind,
22.10.2012, 22:17
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