Ausrede: Epilepsie

mezeg, München, Saturday, 03.11.2012, 17:57 (vor 5035 Tagen) @ podi

Hallo Podi,

vielleicht bin ich viel schlechter als Du... Es gibt Situationen, wo ich die Epilepsie sogar bewußt als Argument einsetze, nicht weil ich sie grundsätzlich als Ursache betrachte, aber um mich vor einer Situation zu wehren, die mir so oder so, jetzt oder davor, sehr unangenehm bis schmerzhaft war. Nachgeben zu müssen, obwohl ich müde, zurecht verärgert, verletzt usw. bin. Passiert mich dann schon zu sagen: "Jetzt habe ich mit Epilepsie zu kämpfen und bin nicht mehr so stabil, laßt mich einfach in Ruhe!" Nicht als grundlose Ausrede aber weil ich einfach geschafft bin und mir durch die "Epilepsie-Ausrede" eine Schonung verschaffe, die ich sowieso auch "früher" gebraucht hätte.

Ich bemühe mich auch, nicht alle kleinen "anderen" Phänomenen zu tief zu analysieren und der Epilepsie zuzuordnen, mich dadurch fertig zu machen "Komme ich aus dem Tunnel doch nie raus??" Die Epilepsie spielt noch in meinem Leben eine zu große Rolle, die ihr nicht zusteht. So betroffen bin ich doch nicht, viele - sehr viele - Leute akzeptieren mich genauso wie früher, kleine Probleme kann man anderen Ursachen zuschieben, einfach der Epilepsie die Zähne ziehen, zumindest soviel wie möglich. Ich richte mich in der für mich neue Situation ein und will Herr, NEIN, Frau im Haus sein!

Die Welt darf sich doch nicht um die Epilepsie drehen!

mezeg


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