Bleibende Schäden , womit muß ich rechnen?

mezeg, München, Monday, 03.12.2012, 09:17 (vor 5005 Tagen) @ Mamischatz

Hallo,

auf den gleichen Verdacht (Schlaganfall) wie Green und Lerche komme ich auch. Und denke auch noch an meinem Fall.

Als meine "nächtlichen Probleme" nach langer Zeit als Epilepsie mit Zungenbiß :-( :-( diagnostiziert wurden, kam sofort die Überweisung zum Neurologe. Nach seiner ersten Grunduntersuchung schickte er mich zur MRT und dann kam die Ursache raus: ein walnußgroßes Meningeom, Hirntumor GUTARTIG, allerdings "raumfordernd und mit Wachstumstendenz" Mußte sofort raus.

Die OP erfolgte problemlos, ließ aber eine störende Narbe, was relativ selten passiert. Diese provoziert - besonders nach starker emotionaler Belastung - GM-Anfälle. Allerdings nur tagsüber und in geschützer Umgebung, in der eigenen Wohnung. Bewußtseinverlust, wachte aber nach etwa einer Stunde schön gemütlich im Bett, unverletzt.

Natürlich frustrierend, wenn man glaubt, es geschafft zu haben. Aber mit einer sehr niedrigen Dosis Lamotrigin (125 - 0 - 100), etwas Geduld und Akzeptanz wird es immer mehr zur Nichtigkeit, die unangenehmen Nebenwirkungen immer und immer schwächer, das Wort GM in meinem Wortschatz nicht mehr vorhanden. :-) :-)

Auch die Sprachprobleme (nicht reden, Gelesenes und Gesprochenes nur als "unförmiges Brei" aufzunehmen, dies mehrere Minuten lang) nehme ich immer gelassener an und sie werden in der letzten Zeit immer blaßer. Ich empfinde nun mein Leben als so gut wie normal.

Vielleicht hat Dein Mann auch so ein "Mistvieh" im Kopf, das man wohl nur durch MRT aufspüren aber man säuberlich abschälen kann? Die OP-Narbe muß nicht zwangsläufig stören und sie ist doch gut im Griff zu bekommen. Wünsche ich Euch auf jedem Fall.

mezeg

P.S. je mehr ich die für mich vollständig neue Situation akzeptiere und mich damit arrangiere, desto schwächer empfinde ich sie.


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