who cares

mezeg, München, Monday, 14.01.2013, 22:24 (vor 4962 Tagen) @ podi

Hallo,

habe lange gebraucht, um darüber sprechen zu können, hatte Angst deswegen abgelehnt zu werden. (bin eine "neue aber alte Epileptikerin"). Es waren zuerst Leute, die von der OP erfahren hatten, welche waren unsicher-hilflos, wie sie mich behandeln sollen, andere nahmen es einfach zur Kenntnis, oft fragten, wie es mir ging, ließen sich etwas erklären und dann ging es den früheren üblichen Weg wieder. Einzelne haben sich aber zurückgezogen oder behandeln mich wie ein rohes Ei oder gar eine tickende Bombe.

Inzwischen nehme ich es viel entspannter, rede nicht systematisch darüber, nur wenn es zweckdienlich ist. Wenn ich z.B. einen Vortrag halten muß und fürchte plötzlich Sprachprobleme zu haben: die Verantwortliche weißt, daß sie das Reden nur kurzfristig übernehmen muß. Mit dieser psychologischen Sicherung habe ich dabei bis jetzt nie Probleme bekommen. Oder wenn ich mich weigere, etwas auszuführen, daß für mich kritischer werden könnte (z.B. ein Kind im Hallenbad betreuen). Sogar das Kind informieren, daß ich betreue, daß ich mit der Sprache stecken könnte und dann eine kurze Pause brauche, sie soll einfach nichts mehr sagen, bis ich sie wieder anspreche.

Mit "echten" Freunden rede ich nicht mehr davon, sie wissen es ja und wie einer gesagt hat: "Es ändert nichts" (an der langjährigen Beziehung)

VG

Mezeg


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