Epilepsie und Vitamin D Mangel

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 04.03.2013, 11:14 (vor 4914 Tagen) @ baerli3333

Vitamin-D-Mangel ist momentan wieder eines der beliebtesten Mangelerscheinungsthemengebiete - ich glaub, seitdem man einige Vireninfektionen als potientiell mit der Entstehung von manchen Krebsarten in Verbindung gebracht hat, weil Vitamin-D für's Immunsystem nicht ganz unwichtig ist.

Was ich zum Thema Vitamin-D-Mangel allgemein gefunden habe und für validierbar und gesichert halte, ist folgendes:
- Vitamin D wird nur zu ca. 10%-20% über die Nahrung aufgenommen, den Rest synthetisiert der Körper selbst, wozu er Sonnenlich benötigt;
- ein nicht unerheblicher Teil der urbanisierten Bevölkerung in Industrienationen leidet an Sonnenlicht/Vitamin-D-Mangel(http://www.meduni-graz.at/; kurz: 8-jährige Studie an Grazer Universitätsklinik für Innere Medizin: 50% der Patienten in den Monaten Oktober bis März haben deutlichen Vitamin D-Mangel; finde nix dazu, ob sich die Werte auf die Einlieferung oder über den gesamten Zeitraum beziehen, denn wenn man im Krankenbett liegt, bekommt man ja nicht ganz so viel Sonnenlicht ab)
- Vitamin D-Mangel kann führen zu: Rachitis(Knochenaufbaustörung), geschwächtem Immunsystem, erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen;
- Vitamin D ist sehr Hitzestabil(bis ca. 180 Grad), bleibt also in Lebensmitteln beim Kochen erhalten und ist z.B. besonders reichlich in Fisch, Eiern und Kuhmilch enthalten
- Vitamin D spielt bei der Regulierung des Calciumspiegels im Blut - für unsere Nerven ja nicht unwichtig - eine Rolle
- die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einiger Krebsarten werden laut Wikipedia mit Vitamin-D-Mangel verbunden

Speziell zum Thema Epilepsie habe ich eine Studie von 2011 gefunden:www.epi.ch/_files/Artikel_Epileptologie/Meier_1_11.pdf
In einem Satz zusammengefasst: Man konnte nachweisen, dass die Einnahme von enzyminduzierenden Antiepileptika(Phenobarbital, Carbamazepin, Phenytoin als Beispiele genannt) die Knochendichte negativ beeinflussen kann, vermutlich indem die Verstoffwechslung von Vitamin D angekurbelt wird. Bei Langzeittherapie wird z.B. Überwachung der Knochendichte oder Präventivgabe von Vitamin-D vorgeschlagen. Studien zu einer solchen Präventivbehandlung lagen zum entsprechenden Zeitpunkt noch nicht vor.

Heißt in meinen Ohren, dass der Mangel dann erst einmal nicht allein Ursache, sondern Symptom der Behandlung wäre, was mit den anderen Faktoren zusammen zu einer starken Mangelerscheinung führen kann, die sich am Ende, wenn zu stark ausgeprägt, wie jede andere Mangelerscheinung äußern kann. Heißt aber auch, dass sich jeder mit dem ein oder anderen Spaziergang davor schützen kann.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil


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