Epilepsie als Waffe" einsetzen?

mezeg, München, Friday, 14.06.2013, 11:23 (vor 4812 Tagen)

Hallo,

mein jetziges Problem ist eigentlich nur am Rande mit Epilepsie verbunden, vielmehr auf "emotionale Erpressung" basiert, deren Druck aber gefährlich werden könnte.

Hätte mir viele Enkelkinder gewünscht, wobei es sich keineswegs um "genetische" Enkeln handeln muß. Also meine Großneffen hier, die Nachbarskinder hier und da, den 15-Gymnasiast zwei Abende die Woche, und das Mädchen, daß ich im Rahmen eines Bildungsprogramms betreute.

Die Nachbarn sind (samt Kinder :-( :-( ) umgezogen, das Mädchen wegen sehr schlechter Familienverhältnisse in eine entfernte Pflegefamilie untergebracht. :-( :-(

Also reizte mir eine kleine Anzeige, um ab und zu (Krankheit, Schließung der Kita u.ä.) ein kleines Kind zu betreuen. Kurzer Anruf und Montag Nachmittag wurde ich zum Kennenlernen gebeten. Der Junge ist lieb, die ältere Tochter könnte etwas Französich-Unterricht brauchen, die Entfernung ist sehr gering. Klingt gut. Mittwoch Nachmittag kam ich hin in Anwesenheit der Mutter und dann der Schwiegermutter, um zu sehen, wie der Kleine mich akzeptiert. Ja, das wäre was...

Und gestern ruft mich die Mutter an. An dem Mittwoch Nachmittag blieb die Mutter im Büro ihres Mannes... um ihre Bewerbung zu schicken und zwar um einen Ganztags-Job !! "Den Job braucht sie um die Familie zu ernähren"... wenn ich aber deren Lebensstandard sehe, frage ich mich, warum sie einen Halbtags-Job nicht weiter behalten kann??? :-( :-( :-(

Bereits gestern abend hatte sie einen Vorstellungstermin...

Also für die Samstag-Zeitung eine Anzeige für eine Babysitter "ab und zu" stellen, Interesse für mich am Montag zeigen, mich am Mittwoch zur Probestunde kommen lassen und am Donnerstag mir klar machen, daß ich das Kind jeden Tag um 15:00 von der Krippe holen und bis 17:30 (wohl eher 17:45 - 18:00 :-( :-( :-( ) pflegen soll.

Hier und da nach Bedarf, warum nicht, so war auch die Anzeige. Aber mich jeden Tag verpflichten lassen und betteln müssen, damit ihre Schwiegermutter - die doch große Gesundheitsprobleme hat... - sich vielleicht, gnädigerweise dafür opfert.

Grüble seit gestern über die ganze Angelegenheit. Es soll nächste Woche in Anwesenheit ihrer Schwiegermutter diskutiert werden. Ich fürchte natürlich unter emotionalen Druck gestellt zu werden und gerade da bin ich verletzbar. Ich frage mich auch immer mehr, wie die Situation von gelegentlichem Einspringen zu dauerhaftem Einsatz innerhalb weniger Tagen sich ändern kann?? Oder war die Anzeige betont "restriktiv", um damit jemanden zu fischen und dann mit einer anderen Situation zu konfrontieren??

Hier auch eine große Versuchung. Hatte von Epilepsie nicht gesprochen, weil ich abgesehen von gelegentlichen Sprachblockaden oder kurzem Unwohlsein keine Probleme mehr habe. Und wie der Neurologe sagt, handelt es sich um eine "Relaxe-Epilepsie". Also würde ich nicht während der Pflege des Kleinen (13 Monate) falsch reagieren, aber danach. Habe gerade so eine kleine Störung erlebt: "verschwommene Erinnerung", leichte Übelkeit und Müdigkeit.

Wenn ich aber nun das Epilepsie-Problem erwähne... Eine gute Ausrede. Oder ich werfe ihr ihre möglich bewußte Täuschung und Hinterlist ins Gesicht... Ich kann sehr deutlich sein.

mezeg


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