Levetiracetam, mentale Anspannungen

Frank, Thursday, 08.08.2013, 20:53 (vor 4756 Tagen) @ watson007

Hallo watson007,

Ich nehme Keppra schon seit Jahren in der Dosis 1500 – 0 – 1500 und es funktioniert gut, insofern kann ich dir zu den Nebenwirkungen davon konkret nichts sagen. Dennoch kommt es mir nicht unbekannt vor was du erzählst; Ich habe früher das Medikament Zonegran genommen und hatte dauernd das Gefühl, „Nebel im Kopf zu haben“. Außerdem war ich dauernd müde und – wie ich bei einer Neuropsychologischen Untersuchung feststellte - langsam in meinen geistigen Fähigkeiten.

Von anderen Keppra-Patienten weiß ich, dass die häufigste Nebenwirkung wohl Müdigkeit ist, aber das muss ja nicht zwangsläufig so sein.

Grundsätzlich ist die Nebenwirkungsliste bei Keppra wie auch bei vielen anderen Anti-Epileptika (gefühlt) unendlich lang und wenn du dir selbst komisch, nebenwirkungsbelastet vorkommst, solltest du das dringend mit deinem Neurologen besprechen. Ich denke, man sollte auf sein Bauch- (oder in unserem Fall eher Kopf-) Gefühl vertrauen.

Von speziellen Entspannungspraktiken für Epileptiker weiß ich nichts. Meine Epilepsie hat leider eine psychologische Komponente, das heißt, sie hat auch psychologische Auslöser. Insofern hilft es mir und entspannt es mich, wenn ich Stress vermeide und mit mir selbst im Reinen bin. Schöne Stunden mit Frau und Kind sind mitunter für mich wirksamer als so manches Medikament. Vielleicht hilft dir das ja auch. Ein Versuch ist es wert, oder?

Ansonsten könnte ich dir zu autogenem Training raten. Meine Frau, die meine Anfälle dokumentiert um die Anzahl realistisch angeben zu können, berichtet mir, dass ich während des entsprechenden VHS-Kurses auffällig „Anfallsarm“ war.

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg!


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