Roller Fahren nach Krampfanfällen
Hallo Dajo,
ich fass jetzt mal aus deinen Beiträgen zusammen:
Ich hatte bisher 2 Krampfanfälle, Epilepsie wurde aber bereits vor einiger Zeit ausgeschlossen (habe ms deswegen wurden tests gemacht)
Nur weil es vor einiger Zeit ausgeschlossen wurde, muss das nicht heißen, dass es jetzt nicht doch sein kann, dass du an Epilepsie erkrankt bist. Denn eigentlich sagt man: ein Anfall kann vorkommen, zwei Anfälle = Epilepsie.
Und sie wurden beide Male dadurch ausgelößt, das eine Nadel falsch gestochen wurde.
Was für eine Spritze hast du bekommen??
Mein Neurologe hat gesagt ich soll 1 Jahr kein Roller mehr fahren und hat mir Medikamente verschrieben. Das finde ich in Anbetracht der Umstände etwas übertrieben, wie seht ihr das und wo holt man sich am besten eine Zweitmeinung ein?
Wie gesagt, nach einem zweiten Anfall spricht man von Epilepsie und dann ist es schon richtig, dass dir dein Neurologe rät auf das Auto- (bzw. in deinem Fall Rollerfahren) zu verzichten. Er muss es sogar.
Eine Zweitmeinung steht dir zu, die kannst du dir bei jedem anderen Neurologen (oder Epileptologen) holen - rechne nur mit einer Wartezeit von ggf. 3 - 4 Monaten (so ist es zumindest bei meinem Neurologen).
Ich nehme Medikamente gegen MS und die nehme ich auch regelmäßig und setzte nicht aus weil ich denke dass es sinnvoll ist. Zusätzlich hat der Arzt nun Medikamente gegen Epilepsie verschrieben, welche ich nicht nehme.
Dich kann natürlich keiner zur Medikamenten-Einnahme zwingen aber warum glaubst du, dass dir der Doktor zweimal eine falsche Diagnose stellt??
Außerdem ist ein Jahr doch ziemlich lange in Anbetracht der Tatsachen oder nicht?
Dein Arzt hat "Epilepsie" diagnostiziert und bei der Diagnose Epilepsie bekommt man i.d.R. (ohne Ausnahme) ein Fahrverbot von einem Jahr (siehe dem Link von Huge).
Ich bin halt sehr auf meinen Roller angewiesen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauche ich je nach Strecke 4-6x länger und viele Sachen sind zeitlich dann einfach nicht mehr schaffbar.
Ich weiß wovon du sprichst und viele andere hier wissen das auch - aber du hast nun mal von deinem Arzt ein Fahrverbot ausgesprochen bekommen, sprich er hat es sich auch in seinen Akten notiert. Und wenn jetzt irgendetwas passiert und sich dann herausstellt, dass du eigentlich keinen Roller fahren durftest, kann das für dich großen Ärger bedeuten - und ggf. zahlt die Versicherung auch nicht.
Werte das ganze dann als "bei vermeidbarem Provokationsfaktor z. B. ausgeprägter Schlafmangel, akute Erkrankung"
Das kannst du natürlich gerne tun, aber tu dir den Gefallen und hol dir wenigstens eine Zweitmeinung bei einem anderen Neurolgen.
Lieben Gruß
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Dajo,
12.08.2013, 15:17
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Melusine,
12.08.2013, 16:20
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- Roller Fahren nach Krampfanfällen - Mondenkind, 12.08.2013, 22:28
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- Roller Fahren nach Krampfanfällen - huge88, 12.08.2013, 20:30
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