Geeignete Medikamente vor und während der Schwangerschaft

Foto_91 ⌂, Sunday, 08.09.2013, 16:49 (vor 4725 Tagen)

Hey an alle,

vor knapp 4 Wochen hab ich endlich meinen Neurologen gewechselt, weil ich mit meinem Medikament (Keppra) und der Behandlung meines alten Arztes überhaupt nicht mehr zufrieden war.

Nunja nach einem EEG hat er mich beim erstgespräch unter anderem gefragt ob ich in nächster Zeit Schwanger werden möchte... Nunja was sollte ich da sagen? Ich bin 22 Jahre und komme jetzt ins 3. Lehrjahr, da habe ich also aus dem Bach herraus gesagt "nicht in den nächsten 5 Jahren). Also wurde mir dann Apydan (Oxcarbazepin) verschrieben, welches ich langsam einschleichen sollte. Keppra sollte ich erstmal wie gehabt parallel weiter nehmen, Soweit so gut dachte ich..

Nur als ich dann bei meiner Vorläufigen Dosis 1 - 0 - 1 (300mg) war. Hab ich Kontakt zu meinem Arzt aufgenommen, ich war die ganze Zeit total schläfrig, kam nicht aus dem Bett und Schwindelig war mir auch.. Da es 2 Wochen später immer noch so war solle ich Apydan jetzt wieder ausschleichen.. -.- Na ganz toll :-( Jetzt soll ich bis zu meinem nächsten Termin am 2.10. Keppra weiter nehmen.

Klar dauert es manchmal länger bis man das richtige Medikament gefunden hat, aber ich komme mir wirklich wie ein versuchs Kaninchen vor. Erst Timonil dann Lamotrigin, dann Keppra, dann Apydan und jetzt auf gut glück das nächste was wohl wieder irgendwelche Nebenwirkungen hat die ich nicht vertrage... Ich könnte KOTZEN :-(

Irgendwo würde ich ja die Zähne zusammen beißen und sagen okay da musste jetzt halt durch... Aber mein jetziger Arzt hat mir gesagt das zu Beginn meiner Epilepsie (knapp 10 Jahre her) lag meine Chance zur Anfallsfreiheit durch Medikamente bei 50% - jetzt bin ich wohl bei 20% (!!)

Äh halloooooo dachte ich da nur?! Das hat mir noch KEIN Arzt gesagt! :-(
Schon blöd - da sieht die entscheidung für neue Medikamente schon ganz anders aus bei mir :-( Bis jetzt war ich im glauben das mein Herd am Temporallappen bereich liegt, nunja anscheinend könne man das bei mir gar nicht so genau festlegen, wo der Ursprung meiner Epilepsie liegt, was die Behandlung erschwert.. Ich komme mir nur noch verarscht vor :-(

Mein Problem zur Zeit, klar habe ich beim letzten Termin gesagt, ich möchte eher nicht in den nächsten 5 Jahren schwanger werden, aber... was wenn doch? Keine Ahnung - vielleicht war das irgendwie eine Schock reaktion, aber seit dem Termin geht mir das Thema Schwangerschaft nicht mehr aus dem Kopf! Fast täglich erkundige ich mich im internet über Schwangerschaft - Babys ect. -.-...

Ich meine in 5 Jahren bin ich 27 und mein Freund 29... Außerdem was wenn ich vielleicht "ungewollt" bzw. "ungeplant" sag ich mal Schwanger werde? Was dann? dann habe ich wohl das falsche Medikanent, risiken fürs Baby... Man ich weis nicht was ich tun soll :-( Jeder sagt nur "reg dich ab, komm mal runter..." :-|

Wisst Ihr ob es Medikamente gibt die man durch aus während einer Schwanngerschaft "unbedenklich" weiter nehmen kann? Oder gibt es alternativen? zb. Homöopathie? Über OP hab ich auch schon nachgedacht aber da meinte selbst mein Arzt das das bei mir wahrscheinlich nicht zur Anfallsfreiheit führen wird.

Ich möchte einfach bei dem nächsten Medikament das ich bekomme bleiben, wenn möglich.
Deswegen die Frage mit der verträglichkeit in der Schwangerschaft.

Klar werde ich beim nächsten Termin das mit meinem Arzt besprechen, aber ich möchte mich gerne bis dahin schon mal kundig machen über Möglichkeiten und Erfahrungsberichte sammeln.

Ich hoffe einer von euch kann mir weiter helfen! Danke schon mal,

Grüße, Foto_91


gesamter Thread: