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Hi!
Ich hatte meinen ersten Krampfanfall mit 17. Bei mir hat der zweite Anfall, ab dem ich Medikamente bekam, gut. 2 Monate auf sich warten lassen. Es ist ganz normal, dass man am Anfang in der Regel von einem einmaligen Krampfanfall und nicht gleich Epilepsie ausgeht, wenn sich da nix eindeutiges finden laesst.
Kurz zum EEG und den Spikes: Die Gehirnstrommessung zaehlt zwar zur Standartdiagnostik, ist alleine aber nicht unbedingt sonderlich aussagekraeftig. Es gibt naemlich auch eine ganze Reihe Nichtepileptiker, die ein "grauenvolles" EEG und nie einen einzigen Krampfanfall haben. Genauso gibt es Epileptiker, bei denen das EEG vollkommen unauffaellig ist - in die Kategorie zaehle ich.
Zu den Medikamenten moechte ich auch etwas sagen:
Hier und im Internet allgemein werdet Ihr bisweilen mit moeglichen Nebenwirkungen und krassen Schilderungen dieser extrem ueberhaeuft werden. Das liegt aber nicht daran, dass jeder die volle Breitseite abbekommt, sondern vielmehr daran, dass die Mehrheit der unter Medikamenten wunderbar Nebenwirkungs- und Anfallsfreien (wozu ich mich inzwischen gluecklicher Weise rechnen darf) dies im Internet nicht in der gleichen Hauefigkeit schreibt, wie diejenigen, die ueber Probleme berichten. Sag das auch Deiner Tochter. Man findet im Internet eine ganze Menge, was einen unheimlich verunsichern kann.
Und lasst Euch auch nicht von der ewig langen Liste moeglicher Nebenwirkungen in den Beipackzetteln verunsichern. Da muss halt alles erfasst werden und wenn eine Testperson ein Medikament gar nicht vertraegt und zehn Nebenwirkungen hat, zieht der die Statistik in gewisser Hinsicht staerker nach unten, wie ein komplett Nebenwirkungsfreier sie verbessert.
Einige typische Nebenwirkungen, die auf die meisten Antiepileptika zutreffen, wie zum Beispiel Muedigkeit, verschwinden fuer gewoehnlich mit der Eingewoehnung. Und langsame Aufdosisierungen, wie bei Deiner Tochter, senken die Wahrscheinlichkeit, dass krasse Nebenwirkungen auftreten.
Ganz wichtig bei den Medikamenten ist noch folgendes: Antiepileptika zaehlen zu den Medikamenten, bei denen der Wechsel zwischen den Praeparaten unterschiedlicher Hersteller kritisch sein kann, obwohl Wirkstoff und Dosierung gleich sind. Das geht soweit, dass es eine ganze Reihe Faelle gibt, in denen jemand z.B. nicht unter dem Original und Generikum A, aber unter Generikum B anfallsfrei geworden ist. Umstellungen zwischen den Praeparaten unterschiedlicher Hersteller sollten deshalb im Regelfall vermieden werden. Wenn Deine Tochter sich also ein Rezept holt, soll sie darauf achten, dass da genau der Hersteller, den sie jetzt hat, draufsteht und das Kreuz bei aut-idem gesetzt ist.
Weitere Infos koennt Ihr Euch z.B. hier anlesen: http://www.dgfe.info/home/index,id,32.html
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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
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margit,
12.09.2013, 21:04
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baerli3333,
12.09.2013, 22:40
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beatmeup,
12.09.2013, 23:48
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Mondenkind,
13.09.2013, 00:24
- Frage stellen - beatmeup, 13.09.2013, 00:44
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Mondenkind,
13.09.2013, 00:24
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beatmeup,
12.09.2013, 23:48
- Frage stellen - Trulla89, 12.09.2013, 23:02
- Frage stellen - Green, 13.09.2013, 08:10
- Frage stellen - huge88, 13.09.2013, 09:12
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baerli3333,
12.09.2013, 22:40