postop.reha in bethel
Amygdala
http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdala
Hallo,
ich gehe davon aus, dass das fMRT gelaufen ist und ein Termin für die OP steht. Die Amygdala wird in Vollnarkose entfernt. Beim Eingriff auf der rechten Seite bestehen gute Chancen, dass Du anfallsfrei wirst. Schmerzen musst Du nicht ertragen, gleich nach dem Eingriff und bei Bedarf werden Schmerzen zentral (Kanüle durch den Hals bis zum Herz) gering gehalten, danach gibt es auf jeden Fall etwas dagegen. Die OP ist also nicht das Problem.
Viel schwieriger sind die Monate und ersten Jahre danach. Wir müssen uns darüber einig sein, dass eine Epilepsie nicht heilbar ist. Mit der OP werden lediglich die Symptome niedrig gehalten oder bei Glück auf Null gestellt. Wer das nicht beachtet, bekommt wieder Anfälle.
Die Medikation muss weiterhin eingehalten werden weil sonst der Spaß in die Hose geht. Wer meint, alles nachholen zu können, was er in den Jahren zuvor versäumt hat, läuft Gefahr ein Rezidiv zu erleiden.
Ausführliche Aufklärung über optimales Verhalten nach der OP vermitteln Ärzte und Pflegedienstmitarbeiter während des gesamten Aufenthalts. Ich wünsche alles Gute!
Liebe Grüße
Anton
Dr. Ebner pp.: Epilepsie-Chirurgie
http://www.thieme.de/specials/ebner/pdf/gesamt.pdf
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Der Status eines epilepsiechirurgischen Eingriffs
Vor epilepsiechirurgischen Eingriffen wird fast abschreckend auf bestehende Risiken hingewiesen, weil sie mit den Schönheitsoperationen, wie dem Lifting, dem Fett absaugen oder der Brustvergrößerung auf einer Stufe steht. Es ist keine Notoperation, wie beim entzündeten Blinddarm, der entfernt werden muss. Oder wie beim Beinbruch, der unbedingt durch eine Schienung (konservativ) oder operativ therapiert werden muss. Bei der Blinddarmentzündung ist der Arzt gesetzlich verpflichtet, den Patienten bestmöglich zu versorgen, weil ihm sonst Strafe droht wegen unterlassener Hilfeleistung.
Anders ist es bei der Epilepsiechirurgie. Ärzte sind nicht zur Behandlung verpflichtet. Aus dem Grunde begeben sie sich hinsichtlich späterer Regressansprüche seitens des Patienten auf dünnes Eis und könnten bei operationsbedingten neurologischen Defiziten verklagt werden, weil sie präoperativ für Aufklärung nicht ausreichend gesorgt haben. Um weiterhin zu operieren zu können und nicht ständig vor Gericht zu stehen, erfolgt vorher ausführliche Aufklärung des Patienten. Die Erklärungen sind alles andere als einladend, die sind mehr abschreckend, damit der Überlegungsprozess beim Patienten in Gang gesetzt wird. Das soll den Arzt im Schadensfall vor Forderungen schützen.
Das Krankenhaus Mara in Bielefeld-Bethel, eine Klinik des Epilepsie-Zentrums Bethel, hat in der Einverständniserklärung, die es sich von Patienten oder deren Vertreter präoperativ unterschreiben lässt, Folgendes stehen:
„Bei der Epilepsie-Chirurgie handelt es sich um einen (nicht lebensnotwendigen) Wahleingriff, der auch Risiken beinhaltet. Allgemeine Komplikationen können nach jeder Operation auftreten: Narkoserisiko, Infektionen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Beinvenenthrombosen, Lungenembolie und Lungenentzündung.
Darüber hinaus können in diesem Operationsbereich spezielle Komplikationen auftreten wie: Knochendeckelinfektion mit nachfolgendem Knochenersatz, Hirnhaut- oder Hirnoberflächenentzündung, Eiteransammlung im Hirn mit evtl. operativer Entfernung und ein Hirninfarkt.
Dadurch können bleibende Schäden bei den operierten Patienten auftreten. Die Rate schwerer Komplikationen bis hin zum Wachkoma und Tod ist in unserer Klinik mit <0,25 % ermittelt worden. Hingegen sind Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen, Sehstörungen (Gesichtsfelddefekt), Gedächtnisverschlechterungen, vermehrte Anfälle und evtl. Hirnwasserzirkulationsstörungen (Ventilimplantation) mit bis zu 3 % möglich.
Neben diesen Risiken muss die mögliche Chance durch die Operation berücksichtigt werden. Die Wahrscheinlichkeit für Anfallsfreiheit nach der Operation beträgt ca. 70 bis 80 %.“
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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!
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