nach einer temporallappen-op rechts
Hallo,
meine Temporallappen-OP war links, durch ein walnußgroßes Meningeom unausweichlich. Dürfte räumlich und technisch aufwendiger als Deine gewesen sein (u.a. Schädel weitgehend aufgebohrt und mit drei Titanklammern zusammengeflickt.
Kam aber allein und selbständig nach einer Woche aus dem Krankenhaus. Müde natürlich aber an sich normal.
Kopfschmerzen habe ich - zumindest deswegen - nicht bekommen. Wie vorher eigentlich selten und mit etwas Aspirin gut hinzukriegen.
Keppra mußte ich sechst Monaten nehmen aber nach dem ausschleichenden Absetzen, weiterhin GM-anfällig, wenn auch anders, tagsüber statt nachts, die innere Narbe reizt. Eine gewiße Reizbarkeit und eindeutige höhere Streßanfälligkeit.
Durch Einstellung auf Lamotrigin - ein Bißchen Hin- und Her-Tasten in der Dosierung - bin ich ziemlich beschwerdefrei.
Ausgenommen kurze Sprachblockaden, mich plötzlich nicht mit Worten ausdrücken können, Gestik aber schon. Oder Gehörtes / Gelesenes überhaupt nicht begreifen. In dem Fall nehme ich nur letzten Silben bzw. Buchstaben wahr, was zum Verständnis nicht ausreicht. Da könnte es sein, daß mein Kurzgedächtnis kurzzeitig "klemmt". Bei mir wurde aber in der Nähe des Sprachzentrums geschnipselt und ich wurde vor der OP über mögliche Komplikationen gewarnt. Habe auch gemerkt, daß der Neuro-Chirurg sich bereits in der Aufwachstation informiert hat, ob ich sprechen kann. Hatte selber übrigens kurz nach dem Aufwachen daran gedacht und meine vier Sprachen ausprobiert. Lief schon.
Gedächtnisprobleme? Schon etwas aber nicht systematisch. Und so taufrisch bin ich auch nicht!
. Was mir nicht mehr einfällt, könnte wohl vom Alter und arg gefülltem Gedächtnisspeicher kommen. Was mir "fehlt", kommt oft nach einer gewissen Zeit wieder an die Oberfläche, besonders wenn es sich um Worten handelt. Ich kann den gesuchten Begriff umschreiben, weise Wort-Annäherungen ab, ich weiß genau, es ist nicht, was ich präzis im Kopf suche. Das vom Gehirn oder Anwesenden vorgeschlage Wort, kann ich sofort als "gültig" erkennen.
Was für mich wichtig ist und ich lernen mußte: auf keinem Fall "forcieren", um das Wort mit Gewalt an die Oberfläche zu bringen! Sonst kommen gefährliches Unwohlsein und Übelkeit, die eine Aura ankündigen. Aber bei mir wurde eben links, weiträumig und in der Nähe des Sprachzentrums operiert.
Ansonsten geht es mit etwas Lamotrigin ganz gut. Habe die Lage auch langsam akzeptiert und mich daran gewöhnt. Die Nebenwirkungen wie deutliche Schlafprobleme sind nach Justierung der Dosis spüre ich eigentlich nicht mehr. Lamotrigin nehmen ist nur wie Zähneputzen.
Wünsche Dir gleiches Ergebnis wie bei mir.
mezeg
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narkojet,
05.12.2013, 07:51
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mezeg,
05.12.2013, 09:12
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narkojet,
05.12.2013, 10:04
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mezeg,
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